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Mentale Gesundheit bei Auszubildenden: Herausforderungen und Möglichkeiten

Die mentale Gesundheit von Auszubildenden ist ein Thema von wachsender Bedeutung. In einer Zeit, in der der Druck auf junge Menschen immer größer wird, ist es entscheidend, auf ihre Bedürfnisse und Herausforderungen im Kontext ihrer psychischen Gesundheit einzugehen.

Die Herausforderungen

  • Leistungsdruck und hohe Erwartungen

Auszubildende sehen sich oft einem enormen Leistungsdruck ausgesetzt. Hohe Erwartungen von Ausbildern, Eltern und der Gesellschaft können zu Stress und Angst führen. Der Wunsch, in der Ausbildung erfolgreich zu sein, kann überwältigend sein.

  • Finanzielle Belastungen

Viele Auszubildende erhalten nur eine geringe Vergütung, die oft nicht ausreicht, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Die finanzielle Unsicherheit kann zu Stress und Sorgen führen, die die mentale Gesundheit belasten.

  • Arbeitsbelastung und Zeitmanagement

Die Balance zwischen Arbeit und Privatleben ist für viele Auszubildende eine große Herausforderung. Lange Arbeitszeiten, kombiniert mit der Anforderung, die Ausbildungsinhalte zu lernen, können zu Überlastung und Schlafmangel führen.

  • Soziale Isolation

Auszubildende sind oft neu in der Arbeitswelt und haben möglicherweise Schwierigkeiten, soziale Kontakte zu knüpfen. Dies kann zu Gefühlen der Isolation und Einsamkeit führen.

Möglichkeiten zur Unterstützung der mentalen Gesundheit

  • Ausbilder und Vorgesetzte

Ausbilder und Vorgesetzte spielen eine entscheidende Rolle bei der Unterstützung der mentalen Gesundheit von Auszubildenden. Offene Kommunikation und die Schaffung einer unterstützenden Umgebung sind von großer Bedeutung.

  • Beratung und Coaching

Viele Organisationen bieten Unterstützungsdienste wie Beratung und Coaching an. Diese Ressourcen können Auszubildenden helfen, ihre Herausforderungen zu bewältigen und bessere Bewältigungsstrategien zu entwickeln.

  • Finanzielle Unterstützung

Die Bereitstellung von finanzieller Unterstützung oder die Erhöhung der Ausbildungsvergütung kann die finanziellen Belastungen der Auszubildenden reduzieren und ihre mentale Gesundheit verbessern.

  • Zeitmanagement und Work-Life-Balance

Die Vermittlung von Zeitmanagement-Fähigkeiten und die Förderung einer gesunden Work-Life-Balance sind entscheidend. Seminare und Schulungen in diesem Bereich können Auszubildenden helfen, den Stress zu reduzieren.

  • Peer-Unterstützung und soziale Integration

Die Förderung von Peer-Gruppen und sozialen Aktivitäten kann die soziale Integration fördern und dazu beitragen, soziale Isolation zu bekämpfen.

Fazit

Die mentale Gesundheit von Auszubildenden ist ein wichtiger Aspekt, der nicht vernachlässigt werden sollte. Die Identifizierung der Herausforderungen, die Auszubildende erleben, und die Bereitstellung von Unterstützung und Ressourcen sind entscheidend, um ihre mentale Gesundheit zu fördern. Durch die Zusammenarbeit von Ausbildern, Unternehmen und anderen Akteuren kann die Ausbildungsumgebung so gestaltet werden, dass sie für die psychische Gesundheit der Auszubildenden förderlich ist.

Beruf der Woche: Gießereimechaniker

Der Gießereimechaniker ist ein Beruf, bei dem Metall in heißem Zustand eingeschmolzen und zu Gussprodukten umgeformt wird. Diese Tätigkeit erfordert die Bedienung und Instandhaltung von Produktionsanlagen.

Ausbildungsdauer und Voraussetzungen

Die Ausbildung zum Gießereimechaniker dauert in der Regel 3,5 Jahre und setzt bestimmte Voraussetzungen voraus:

  • Handwerkliches Geschick und technisches Verständnis
  • Gute Noten in Mathematik und Physik
  • Ein solider Haupt- oder Realschulabschluss

Die Aufgaben eines Gießereimechanikers

Die Hauptaufgaben eines Gießereimechanikers umfassen das Schmelzen und Umformen von Metall in Gussprodukte sowie die Herstellung von Formen. Die Bedienung und Programmierung von Gießereimaschinen sind ebenfalls wesentliche Tätigkeiten.

In diesem Beruf verwandelt man heißes Metall in Gussprodukte. Die Formen dafür werden entweder manuell oder maschinell hergestellt. Moderne Gießereianlagen übernehmen den eigentlichen Gussvorgang, der jedoch von Gießereimechanikern programmiert und gesteuert wird, um sicherzustellen, dass das geschmolzene Metall den gewünschten Verlauf nimmt.

Nach dem Gussprozess müssen die erstarrten Gussrohlinge aus den Formen entfernt, auf Qualität geprüft und für die weitere Verarbeitung vorbereitet werden. Hierbei ist Teamarbeit von entscheidender Bedeutung.

Ausbildungsinhalte

Während der 3,5-jährigen Ausbildung als Gießereimechaniker erwirbt man Fähigkeiten und Kenntnisse in verschiedenen Bereichen, darunter:

  • Herstellung, Ausrichtung und Befestigung von Werkstücken manuell oder maschinell
  • Instandhaltung gießereitechnischer Systeme
  • Verwendung von Materialien für Formen und Kerne
  • Erkennung und Behandlung von Oberflächenfehlern an Gussstücken
  • Einsatz von Chemikalien wie Säuren und Laugen in der Gießereitechnik
  • Auswahl von Gießverfahren und Durchführung von Qualitätskontrollen

Die Ausbildung erfolgt im dualen System, was bedeutet, dass man sowohl in einem Ausbildungsunternehmen als auch in der Berufsschule lernt.

Voraussetzungen für die Ausbildung

Um in diesem Beruf erfolgreich zu sein, sollte man einen soliden Haupt- oder Realschulabschluss haben, gute Noten in Mathematik und Physik vorweisen, Interesse an technischen Geräten zeigen, handwerkliches Geschick besitzen, teamfähig sein, eine gute körperliche Verfassung haben und über eine ausgeprägte Konzentrationsfähigkeit verfügen.

Weiterbildungsmöglichkeiten

Die kontinuierliche Weiterbildung ist entscheidend für den beruflichen Erfolg als Gießereimechaniker. Es stehen verschiedene Weiterbildungsmöglichkeiten zur Verfügung:

1. Fachliche Anpassungsweiterbildung: Spezialisierung in Gießereitechnik

2. Industriemeister der Fachrichtung Gießerei: Übernahme von Fach- und Führungsaufgaben in Gießereiproduktion und -fertigung

3. Techniker der Fachrichtung Gießereitechnik: Steuerung von Abläufen in Gießereibetrieben

4. Studium: Möglich ohne (Fach-)Abitur nach Abschluss einer Meisterweiterbildung

Studienfächer wie Maschinenbau, Metallurgie oder Hüttenwesen sind möglich.

Unternehmen in der Metall- und Elektro-Industrie bieten zahlreiche Möglichkeiten zur Spezialisierung in Bereichen wie Gießereitechnik, Werkstoffkunde und Automatisierungstechnik. Es stehen auch umfangreiche Aufstiegsweiterbildungen zur Verfügung, die eine erfolgreiche Karriere als Gießereimechaniker unterstützen.

Zentrale Berufsschulreform in Sachsen: Zwei Jahre später – Eine alarmierende Bilanz

In der Vergangenheit wurden Berufsschulen in Sachsen neu strukturiert, in der Hoffnung auf bessere Ergebnisse. Doch die Realität zwei Jahre nach der Reform sieht besorgniserregend aus.

Lange Anfahrtswege und Mangel an bezahlbaren Unterkünften

Die zentrale Neuausrichtung des Berufsschulsystems in Sachsen vor zwei Jahren führte dazu, dass der Unterricht in vielen Berufen an weit weniger Standorten im Bundesland stattfindet. Dieser Schritt sollte sicherstellen, dass es ausreichend Auszubildende in den Jahrgangsklassen gibt. Allerdings sind die Ergebnisse der Reform nun ernüchternd.

Über 50 Kilometer Anfahrtsweg keine Ausnahme

Die Zentralisierung hat dazu geführt, dass heute etwa jeder dritte Auszubildende mehr als 50 Kilometer bis zur Berufsschule zurücklegen muss – hin und zurück. Ein Drittel der Lehrlinge benötigt bereits für die einfache Fahrt mehr als anderthalb Stunden. Diese Daten stammen aus einer landesweiten Umfrage, an der 1169 Unternehmen teilnahmen und die von Handwerks- sowie Industrie- und Handelskammern durchgeführt wurde.

Abhängigkeit vom öffentlichen Verkehr

Die Umfrage zeigt, dass die meisten Jugendlichen auf den öffentlichen Nahverkehr angewiesen sind, wobei 67 Prozent der Auszubildenden Busse oder Bahnen für ihren Schulweg nutzen. Eine effiziente Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr ist daher unverzichtbar, jedoch fehlt es besonders in ländlichen Gebieten oft daran.

Probleme mit der Verkehrsanbindung für Betriebe

Viele Auszubildende beginnen ihre Lehre im Alter von etwa 16 Jahren und besitzen keinen Führerschein, was die Abhängigkeit vom öffentlichen Verkehr verstärkt. Dies führt zu Problemen für einige Betriebe, insbesondere wenn die Berufsschule weit entfernt liegt. Ein Beispiel ist ein Betrieb in der Nähe von Chemnitz, dessen Schulzentrum in Annaberg-Buchholz/ Zschopau liegt, jedoch eine umständliche und fast unzumutbare Anbindung über Chemnitz erfordert. Die Fahrt nach Annaberg-Buchholz/ Zschopau dauert bereits etwa 150 Minuten, zusätzlich zur Anfahrt nach Chemnitz.

Mangel an erschwinglichen Unterkünften

Etwa ein Drittel der befragten Unternehmen gab an, dass ihre Auszubildenden am Standort der Berufsschule eine Unterkunft benötigen. Die meisten von ihnen leben in Wohnheimen oder Internaten, während der Rest in Pensionen, Hotels oder anderswo untergebracht ist. Für viele Lehrlinge ist dies jedoch keine realistische Option. Jeder fünfte Betrieb sah sich bereits mit dem Problem konfrontiert, dass aufgrund der Entfernung zur Berufsschule keine Ausbildungsverträge abgeschlossen werden konnten. In jedem elften Fall war dies auf fehlende Unterkünfte zurückzuführen und in jedem zehnten Fall haben Auszubildende aufgrund der langen Anfahrtswege ihren Beruf aufgegeben.

Mehrheit fordert Berufsschulstandorte in der Nähe

Die Mehrheit der Betriebe fordert daher eine Rückkehr zu Berufsschulen in der Nähe. Die Kammern betonen, dass die Organisation und Kosten für die Unterbringung nicht länger den Familien und Unternehmen auferlegt werden sollten. Der Erstattungssatz von 16 Euro pro Übernachtung sollte auf 25 Euro erhöht werden, möglicherweise sogar auf 30 Euro. Zudem sollten Auszubildende, die außerhalb untergebracht sind, sozialpädagogisch betreut werden.

Überprüfung der Reform erst für 2025 geplant

Die Reform des Berufsschulsystems in Sachsen wird erst 2025 auf ihren Erfolg hin überprüft werden. Die Kammern fordern jedoch eine schnellere Bestandsaufnahme und Verbesserungen, da andernfalls der Fachkräftemangel noch weiter zunehmen könnte.

Beruf der Woche: Technischer Modellbauer

Bevor ein Produkt das Licht der Welt erblickt, sei es ein Auto, ein Schiff, eine Wohnanlage oder sogar ein einfaches Bügelbrett, sind Modelle unerlässlich. Diese Modelle dienen als Grundlage für Gießformen und ermöglichen Tests und Messungen. Hier beginnt die Tätigkeit eines technischen Modellbauers.

Ausbildungsdauer und Voraussetzungen

Die Ausbildung dauert 3,5 Jahre und erfordert einen guten Haupt- oder Realschulabschluss, solide Noten in Mathematik und Physik sowie ein gutes technisches Verständnis.

Aufgabenbereich des Technischen Modellbauers

In dieser Rolle plant und realisiert man Konstruktionen. Basierend auf Konstruktionszeichnungen erstellt man Modelle für den Karosseriebau oder als Vorlagen für Einzel- und Serienfertigung, sei es durch manuelles Arbeiten oder maschinelles Spanen. Vorrichtungen, Lehren und Schablonen müssen für den Fertigungsprozess geplant und hergestellt werden.

Sicherheit, Gesundheit und Umweltschutz

Sicherheit, Gesundheit und Umweltschutz sind von großer Bedeutung bei der Modellfertigung. Technische Modellbauer sind verantwortlich für die Einrichtung, Bedienung und Wartung von Werkzeugen und Maschinen. Abschließend erfolgt eine gründliche Prüfung der hergestellten Modelleinrichtungen und Dauerformen.

Ausbildungsinhalte im Überblick

Während der dreieinhalbjährigen Ausbildung als Technischer Modellbauer werden folgende Fähigkeiten erlernt:

  • Planung und Umsetzung von Konstruktionen
  • Erstellung von Entwürfen für Modelle und Formen nach Kundenwunsch
  • Durchführung von Tests und Messungen
  • Bedienung von Werkzeugen und technischen Maschinen
  • Umgang mit speziellen Computerprogrammen

Schwerpunkt und duale Ausbildung

Bei Interesse an dieser Ausbildung müssen angehende Technische Modellbauer zuerst für einen Schwerpunkt entscheiden, darunter Gießerei, Anschauung sowie Karosserie und Produktion. Die Ausbildung erfolgt dual, das bedeutet, man lernt sowohl im Ausbildungsunternehmen als auch in der Berufsschule.

Voraussetzungen und persönliche Qualifikationen

Die besten Voraussetzungen für diese Ausbildung sind:

  • Ein guter Haupt- oder Realschulabschluss
  • Solide Noten in Mathematik und Physik
  • Ein starkes technisches Verständnis
  • Gute Kenntnisse im technischen Zeichnen
  • Eine sorgfältige Arbeitsweise
  • Möglichkeiten zur Weiterbildung

Weiterbildungen

Um langfristig erfolgreich zu sein, ist es wichtig, sein berufliches Wissen auf dem neuesten Stand zu halten. Hier sind einige Weiterbildungsmöglichkeiten:

  • Weiterbildung zum Techniker in der Fachrichtung Gießereitechnik: Diese Weiterbildung ist besonders geeignet, wenn man eine mittlere Führungsposition anstrebt. Sie bietet verschiedene Schwerpunkte wie Gießerei, Holztechnik und Maschinentechnik.
  • Ablegung der Meisterprüfung: Die Meisterprüfung ist nicht nur der erste Schritt in Richtung Führungsposition, sondern kann auch den Weg zur Gründung eines eigenen Betriebs ebnen. Sie vermittelt nicht nur tiefgehendes technisches Fachwissen, sondern auch betriebswirtschaftliches Know-how.
  • Studium: Für diejenigen mit Hochschulberechtigung können verschiedene Studiengänge interessant sein, darunter Maschinenbau, Metallurgie, Konstruktions- und Fertigungstechnik oder Produktentwicklung.

Fehlende Berufspassion führt zu vorzeitigem Abbruch von Ausbildungen

Junge Menschen, die sich in einer Ausbildung befinden, die weit entfernt von ihren ursprünglichen Berufsträumen liegt, brechen ihre Ausbildung mit größerer Wahrscheinlichkeit ab. Eine aktuelle Untersuchung des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) hat ergeben, dass rund 13 Prozent der Auszubildenden, die sich mit ihrer Berufswahl stark kompromittiert fühlen, bereits im ersten Ausbildungsjahr vorzeitig aufhören. Im Gegensatz dazu lag die Abbruchrate bei denen, die ihre Berufsträume durch ihre Ausbildung verwirklichen konnten, bei nur 6 Prozent. Die Studie des BIBB analysierte die Risikofaktoren und Gründe für vorzeitige Ausbildungsabbrüche und basierte auf Langzeitdaten von etwa 7.000 jungen Erwachsenen, die im Rahmen des Nationalen Bildungspanels (NEPS) gesammelt wurden.

Die persönliche Wahrnehmung der Ausbildung spielt ebenfalls eine entscheidende Rolle. Die gegenwärtige Einschätzung der Ausbildungssituation und Faktoren wie die Freude an der Ausbildung oder körperliche Belastung beeinflussen maßgeblich die Entscheidung, die Ausbildung vorzeitig zu beenden. Langfristige Überlegungen, wie die zukünftige Nützlichkeit der abgeschlossenen Ausbildung oder die Gehaltsaussichten, haben hingegen weniger Einfluss auf die Entscheidung, die Ausbildung vorzeitig abzubrechen oder fortzusetzen.

Eine weitere BIBB-Studie, die in der internationalen Fachzeitschrift „Social Forces“ veröffentlicht wurde, untersuchte den Einfluss von Kompromissen bezüglich des sozialen Status und der Geschlechterzusammensetzung in der beruflichen Bildung. Es stellte sich heraus, dass besonders geschlechtsuntypische Ausbildungen häufiger abgebrochen werden, wenn sie nicht den persönlichen Berufsträumen entsprechen.

In Deutschland werden seit 2010 durchschnittlich ein Viertel aller dualen Ausbildungsverträge vorzeitig aufgelöst. Obwohl Schätzungen zeigen, dass etwa die Hälfte derjenigen, die vorzeitig aufhören, in eine andere Ausbildung wechseln und somit im Bildungssystem verbleiben, hat ein vorzeitiger Ausbildungsabbruch negative Auswirkungen auf den erfolgreichen Übergang von der Schule in den Beruf und kann sich später im Erwerbsleben junger Erwachsener nachteilig auswirken.

BIBB-Präsident Friedrich Hubert Esser betont: „Angesichts teilweise massiver Fachkräftemangel, der die Zukunft einiger Berufe und Branchen gefährdet, müssen wir entschlossen gegen derartige Entwicklungen auf dem Ausbildungsmarkt vorgehen. Der Schlüssel zur optimalen Unterstützung junger Menschen liegt in einer besseren Berufsorientierung während ihrer Schulzeit. Hierbei sollten ansprechende Formate verwendet werden, die den Jugendlichen mögliche Karrierewege in der beruflichen Bildung aufzeigen. Dies könnte beispielsweise durch verstärkten Einsatz von Ausbildungsbotschaftern und digitalen Ressourcen wie Berufe-TV erreicht werden. Unsere Studien zeigen jedoch auch, dass Praktika nach wie vor das effektivste Mittel sind, um junge Menschen auf ihre berufliche Zukunft vorzubereiten.“

Beruf der Woche: Elektroniker für Informations- und Systemtechnik

Elektroniker für Informations- und Systemtechnik sind Fachleute, die IT-Systeme installieren und sicherstellen, dass Hardware und Software nahtlos zusammenarbeiten. Die Ausbildung dauert in der Regel 3,5 Jahre und erfordert viele Kenntnisse.

Anforderungen und Talente

Für diese Ausbildung sind ein sehr guter Realschulabschluss oder Abitur, gute Noten in Mathematik, Physik, Informatik sowie Werken/Technik sowie Interesse an Elektrotechnik und Elektronik erforderlich. Handwerkliches Geschick, technisches Verständnis, Merkfähigkeit und Freude am Planen und Organisieren sind weitere wichtige Eigenschaften.

Die Aufgaben eines Elektronikers für Informations- und Systemtechnik

Die Tätigkeiten eines Elektronikers für Informations- und Systemtechnik umfassen die Installation und Konfiguration von Betriebssystemen und Netzwerken, die Integration von Hardware- und Softwarekomponenten sowie die Kundenberatung. Nach der Ausbildung kann er industrielle informationstechnische Systeme entwickeln und umsetzen, die in Computern, vernetzten Produktionsmaschinen, Telefonen, Signal- oder Antennenanlagen zum Einsatz kommen. Zu den Aufgaben gehören die Inbetriebnahme, Wartung und Fehlerbehebung dieser Systeme.

Die Ausbildungsinhalte

Während der Ausbildung lernen die angehenden Elektroniker technische Unterlagen auszuwerten, Arbeitsabläufe zu planen und Baugruppen zu montieren. Sie berechnen elektrische Größen, wählen, erstellen und passen Hardware- und Softwarekomponenten an, beurteilen die Sicherheit von elektrischen Anlagen und integrieren IT-Systeme in Netzwerke. Auch die Installation und Prüfung von Hardwarekomponenten sowie die Einbindung von Programmen in Systeme gehören zu ihren Fertigkeiten. Zudem sind sie in der Lage, Prüfsysteme aufzubauen und zu konfigurieren und Störungsmeldungen entgegenzunehmen. Die Optimierung und Wartung von Systemen und Netzwerken ist ebenfalls Teil ihrer Verantwortung.

Die duale Ausbildung

Die Ausbildung erfolgt dual, was bedeutet, dass die angehenden Elektroniker sowohl in ihrem Ausbildungsunternehmen als auch in der Berufsschule lernen.

Weiterbildungsmöglichkeiten

Nach der Ausbildung stehen Elektronikern für Informations- und Systemtechnik zahlreiche Weiterbildungsmöglichkeiten offen. Sie können sich in Bereichen wie Softwareentwicklung spezialisieren, den Industriemeister der Fachrichtung Elektrotechnik absolvieren, einen Techniker der Fachrichtung Informatik mit Schwerpunkt technische Informatik werden oder ein Studium in Angewandter Informatik oder Elektrotechnik in Erwägung ziehen. Die Wahl der Weiterbildung hängt von den persönlichen Interessen und Karrierezielen ab.

Oberlausitzer Karrieretage am 23. & 24.09.2023 in Löbau

Die Oberlausitzer Karrieretage sind eine Veranstaltung, die sich auf Arbeit, Ausbildung und Studium in der Region konzentriert. Während dieser Messe präsentieren über 140 lokale Unternehmen aus den Landkreisen Görlitz und Bautzen ihre Angebote. Der Schwerpunkt liegt auf der Besetzung offener Positionen, sei es in Form von Ausbildungsplätzen, Studienmöglichkeiten oder Arbeitsstellen.

Die Oberlausitzer Karrieretage sind besonders interessant für die folgenden Zielgruppen:

  • Personen, die auf der Suche nach Arbeit sind oder einen Jobwechsel in Betracht ziehen.
  • Pendler und Menschen, die in die Region zurückkehren möchten.
  • Einsteiger in das Berufsleben sowie erfahrene Fachkräfte.
  • Schüler, die sich in den Abschlussklassen befinden.

Wann: Samstag & Sonntag, 23. & 24.09.2023, 10 – 16 Uhr
Wo: Messe Löbau, Görlitzer Str. 2, 02708 Löbau
Eintritt kostenfrei

Aus der M+E-Industrie sind folgende Unternehmen vertreten:

Ausbildungsmesse Aue-Bad Schlema am 23.09.2023

Auf der MAKERZ-Messe stellen über 100 Unternehmen aus verschiedenen Sektoren der produzierenden Industrie, darunter Metall, Kunststoff, Holz, Papier und Textil, den interessierten Schülern ihre Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten vor. Ebenso informieren Bereiche wie Sozial- und Gesundheitswesen, Verwaltung, Handel und Hotellerie.

Wann: Samstag, 23.09.2023, 10 – 15 Uhr
Wo: Sporthalle des BSZ Erdmann Kircheis, Rudolf-Breitscheid-Str. 27 · 08280 Aue, Sachsen

Aus der M+E-Industrie sind folgende Unternehmen vertreten:

Jobmesse Dresden am 21.09.2023

Die Jobmesse Dresden ist eine wichtige Austauschplattform für Arbeitgeber, Arbeitnehmer, Jobsuchende, wechselwillige Fachkräfte und Weiterbildungsinteressierte aller Altersgruppen, Branchen, Schulformen und Qualifikationen. Regionale und überregionale Arbeitgeber stellen ihre aktuellen Jobangebote, Möglichkeiten zur Aus- und Weiterbildung oder Studienangebote vor. Besucher können sich bei den Ausstellern informieren und direkt bewerben.

Zahlreiche große Unternehmen und auch kleinere Firmen, Bildungseinrichtungen sowie Organisationen aus verschiedenen Branchen stehen bereit, um bei Karrierefragen zu unterstützen.

Wann: Donnerstag, 21.09.2023, 12 – 18 Uhr
Wo: Rudolf Harbig Stadion, Lennéstr. 12, 01069 Dresden

Aus der M+E-Industrie sind folgende Unternehmen vertreten:

Der Eintritt ist kostenfrei, Tickets können vorab hier gebucht werden

Aktionstag Bildung der IHK Dresden am 23.09.2023

Auf der Suche nach einer Lehrstelle in Dresden und dem Dresdner Umland? Beim 29. Aktionstag Bildung stehen über 130 Unternehmen und Institutionen bereit, um ihre Möglichkeiten für eine berufliche Zukunft vorzustellen. Die Ausbildungsbetriebe haben spezielle Aktionen ausgedacht, um das Interesse zu wecken und eine klarere Vorstellung von den verschiedenen Ausbildungsberufen zu vermitteln. Es besteht sogar die Möglichkeit, vor Ort Praktika zu vereinbaren, um direkt im Betrieb in den Wunschberuf hineinzuschnuppern.

Praktische Erfahrungen direkt auf der Messe und eine echte Werkstatt von innen kennenlernen? Das geht bei den Werkstatt-Terminen vor Ort.

An den Ständen stehen nicht nur die Ausbilder der Unternehmen bereit um zu beraten, sondern auch Azubis aus verschiedenen Lehrjahren freuen sich darauf, von ihrem Ausbildungsalltag im Wunschberuf zu berichten.

Wann: Samstag, 23.09.2023, 10 – 16 Uhr
Wo: IHK Dresden, Langer Weg 4, 01239 Dresden

Aus der M+E-Industrie sind folgende Unternehmen vertreten:

Hier für die Werkstatt-Termine anmelden.