Beruf der Woche: Werkstoffprüfer

Werkstoffprüfer sind für die Untersuchung metallischer Werkstoffe und Bauteile hinsichtlich Eignung und Fehler zuständig. Die Ausbildung erfordert handwerkliches Geschick, Interesse am Prüfen sowie gute Noten in Mathematik, Physik und Chemie. Die Tätigkeiten umfassen die Prüfung von Werkstoffen, das Erkennen von Fehlern, das Einrichten von Prüfmaschinen und vieles mehr. Nach der Ausbildung bieten sich vielfältige Spezialisierungsmöglichkeiten und Weiterbildungswege an.

Ausbildungsdauer und Voraussetzungen

Die Arbeit von Werkstoffprüfern besteht darin, metallische Werkstoffe und Bauteile auf ihre Eignung und eventuelle Fehler zu untersuchen. Dabei überwachen sie auch die Qualität während des Produktionsprozesses. Diese Tätigkeit erfordert eine hohe Aufmerksamkeit.

Die Ausbildung zum Werkstoffprüfer dauert 3,5 Jahre. Voraussetzungen für diesen Beruf sind Interesse am Prüfen, handwerkliches Geschick, gute Noten in Mathematik, Physik und Chemie sowie ein solider Haupt- oder Realschulabschluss.

Aufgaben und Einsatzbereiche

Werkstoffprüfer sind verantwortlich für die Prüfung und Auswahl von Werkstoffen, das Erkennen von Werkstofffehlern sowie das Einrichten und Warten von Prüfmaschinen. Nach der Ausbildung stehen vielfältige Einsatzmöglichkeiten offen, wie beispielsweise in der Halbleitertechnik, Metalltechnik oder Wärmebehandlungstechnik.

Tätigkeiten im Detail

Zu den Aufgaben eines Werkstoffprüfers zählen unter anderem das Durchführen von Kontrollen an Halbleiter-Wafern gemäß vorgegebenen Prüfprogrammen, die Überprüfung von Montagefehlern an Halbleiterbauelementen, die genaue Bestimmung von Werkstoffen anhand physikalischer Eigenschaften, die mechanische Bearbeitung von Werkstoffproben, die Auswahl geeigneter Wärmebehandlungsverfahren und die Untersuchung von fehlerhaften Teilen samt Analyse der Fehlerursachen.

Ausbildungsinhalte

Während der dreieinhalbjährigen Ausbildung erlernen die angehenden Werkstoffprüfer unter anderem:

  • Durchführung von Werkstoffprüfungen
  • Erfassung von Aufträgen und Prüfaufgaben
  • Festlegung von Prüfmustern und -verfahren
  • Wartung, Kalibrierung und Überprüfung von Prüfeinrichtungen, Mess- und Hilfsmitteln
  • Ermittlung von Festigkeits- und Verformungskennwerten durch Zugprüfungen
  • Beurteilung der Wärmebehandelbarkeit von metallischen Werkstoffen und Produkten
  • Durchführung von Härteprüfungen zur Bewertung von Wärmebehandlungsergebnissen
  • Identifizierung von Werkstofffehlern und möglichen Ursachen, Entwicklung von Fehlervermeidungsmaßnahmen
  • Untersuchung fehlerhafter Bauteile und Festlegung von Nachbehandlungsmaßnahmen

Spezialisierung und Weiterbildungsmöglichkeiten

Werkstoffprüfer können sich auf verschiedene Fachrichtungen spezialisieren, darunter Kunststofftechnik, Metalltechnik, Systemtechnik und Wärmebehandlungstechnik.

Nach der Grundausbildung bieten sich verschiedene Weiterbildungsmöglichkeiten an, darunter:

  • Industriemeister der Fachrichtung Metall, um Fach- und Führungsaufgaben in der Metallindustrie zu übernehmen
  • Staatlich geprüfte Techniker der Fachrichtung Werkstofftechnik, die physikalische und chemische Eigenschaften von Werkstoffen prüfen
  • Studium im Bereich Werkstoffwissenschaft, -technik oder Materialwissenschaft, auch ohne Abitur bei vorhandenem Meistertitel

60 Jahre Musikkassette: Eine klangvolle Reise durch Technologie und Industrie

Seit ihrer Einführung vor sechzig Jahren hat die Musikkassette eine transformative Reise durch die Welt der Musik und Technologie hinter sich. Die Kassette, auch Compact Cassette genannt, wurde zu einem Symbol für Mobilität, Musikgenuss und persönliche Aufnahmen. Doch hinter diesem vermeintlich einfachen Medium steckt eine faszinierende Verbindung zur Metall- und Elektroindustrie, die entscheidend zu ihrer Entwicklung und Verbreitung beigetragen hat.

Die Geburtsstunde der Musikkassette

Die Musikkassette wurde 1963 von Philips eingeführt und stellte eine Revolution in der Art und Weise dar, wie Menschen Musik konsumierten und aufnahmen. Die Kassette bestand aus einem Kunststoffgehäuse, das zwei kleine Rollen und ein magnetisches Band enthielt. Letzteres war der Schlüssel zur Speicherung und Wiedergabe von Audioinformationen. Hier kommt die Metall- und Elektroindustrie ins Spiel.

Magnetische Bänder und die Rolle der Metallindustrie

Das Magnetband, das in Musikkassetten verwendet wurde, war ein entscheidender Faktor für die Klangqualität und Speicherfähigkeit. Die Metallindustrie spielte eine wichtige Rolle bei der Entwicklung von qualitativ hochwertigen Bändern. Frühe Bänder bestanden aus Eisenoxid, wurden jedoch später durch Bänder ersetzt, die Metallpartikel wie Eisen, Kobalt oder Chrom enthielten. Diese Metallpartikel verbesserten die Empfindlichkeit und den Frequenzgang der Bänder erheblich, was zu einer erheblich verbesserten Audioqualität führte.

Die Elektroindustrie und die Wiedergabetechnologie

Die Wiedergabetechnologie von Musikkassetten war eng mit der Elektroindustrie verbunden. Kassettenrekorder und -spieler mussten präzise elektromagnetische Köpfe verwenden, um die Informationen vom Magnetband abzulesen und in elektrische Signale umzuwandeln. Die Elektroindustrie spielte eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung dieser Köpfe, die die Klangqualität und die Haltbarkeit der Kassettenwiedergabe beeinflussten.

Die Verbreitung und Auswirkungen

Die Musikkassette wurde in den folgenden Jahrzehnten zu einem weitverbreiteten Medium für den Musikgenuss. Die Möglichkeit, Mixtapes zu erstellen, Lieblingssongs aufzunehmen und tragbare Abspielgeräte zu nutzen, machte die Kassette äußerst beliebt. Die Nachfrage nach Kassettenrekordern und -spielern führte zu einer florierenden Industrie, die sowohl die Metall- als auch die Elektroindustrie beflügelte.

Das digitale Zeitalter und das Ende der Kassette

Trotz ihres Erfolgs war die Ära der Musikkassette nicht von Dauer. Die Einführung digitaler Medien wie CDs und später MP3s veränderte die Art und Weise, wie Menschen Musik konsumierten, drastisch. Die Musikkassette verblasste allmählich in den Hintergrund und wurde schließlich von moderneren Formaten abgelöst.

Fazit: Ein Erbe aus Metall und Elektro

Die Geschichte der Musikkassette ist eine, die die enge Beziehung zwischen Technologie und Industrie verdeutlicht. Sowohl die Metall- als auch die Elektroindustrie haben dazu beigetragen, die Kassette zu dem zu machen, was sie war: ein tragbares Medium für Musikgenuss und Aufnahmen. Während die Musikkassette heute eher nostalgisch betrachtet wird, bleibt sie ein Symbol für den Fortschritt in der Musik- und Technologiewelt der vergangenen sechs Jahrzehnte.

Beste Ausbildungsbetriebe der sächsischen Metall- und Elektroindustrie 2023

Die Unternehmen der sächsischen Metall- und Elektroindustrie stellen jährlich rund 5.000 Ausbildungsplätze bereit. Zuletzt konnten davon allerdings leider nur 3.500 besetzt werden. Diese Ausbildungsunternehmen vermitteln nicht nur Wissen, sondern prägen auch Werte. Sie vermitteln die Bedeutung von Teamarbeit, Zuverlässigkeit und Verantwortung und formen so immer neue Generationen.

In fünf verschiedenen Kategorien hat Ministerpräsident Michael Kretschmer daher die besten Ausbildungsunternehmen der sächsischen Metall- und Elektroindustrie gekürt. Als Kriterien galten dabei unter anderem die Betriebsgröße, besonderes Engagement bei der Berufsorientierung und außerbetriebliche Zusatzangebote.

Das sind die Gewinner des Jahres 2023:

„Bester Ausbildungsbetrieb 2023“ (Kategorie bis 250 Beschäftigte)

  • G.S. Stolpen GmbH & Co. KG
  • Keulahütte GmbH, Krauschwitz

„Bester Ausbildungsbetrieb 2023“ (Kategorie bis 500 Beschäftigte)

  • ACTech GmbH, Freiberg
  • GF Casting Solutions Leipzig GmbH

„Bester Ausbildungsbetrieb 2023“ (Kategorie ab 500 Beschäftigte)

  • ALSTOM Transportation Germany GmbH – Werke Bautzen und Görlitz
  • Schnellecke Logistics Sachsen GmbH

„Bester Ausbildungsbetrieb 2023“ (Kategorie ab 1000 Beschäftigte)

  • BMW Group Werk Leipzig

Sonderpreis „Beste Ausbildungsquote“

  • Hydro Extrusion Deutschland GmbH, Rackwitz
  • Sachsen Guss GmbH, Chemnitz

Fotos: Daniel Viol

Sachsens beste Auszubildende der M+E-Industrie 2023

Sieben junge Männer und Frauen wurden am 22. August 2023 für ihre hervorragenden Ausbildungsabschlüsse in der sächsischen Metall- und Elektroindustrie 2022/2023 ausgezeichnet. Mit Motivation, Initiative und ihrem Leistungswillen haben sie ihre Ausbilder und Kollegen genauso überzeugt wie mit ihren hervorragenden Abschlussprüfungen.

SACHSENMETALL-Präsident Dr. Jörg Brückner gratulierte den besten Auszubildenden im Beisein von Ministerpräsident Michael Kretschmer. Die Auszeichnung erfolgt in Zusammenarbeit mit der Johann-Andreas-Schubert Stiftung.

Das sind die Preisträger:

Kategorie „Industrielle Metallberufe“

  • Luca Auert, Ausbildung zum Technischen Modellbauer bei der Sachsen Guss GmbH, Chemnitz
  • Maria Nitzer, Ausbildung zur Werkstoffprüferin bei der HQM Härtetechnik GmbH, Leipzig
  • Konrad Rudnik, Ausbildung zur Fachkraft für Metalltechnik bei der ALSTOM Transportation Germany GmbH

Kategorie „Industrieller Elektroberuf“

  • Janis Heimer, Ausbildung zum Elektroniker bei der thyssenkrupp Automation Engineering GmbH, Chemnitz
  • Tim Lehmann, Ausbildung zum Mechatroniker bei der Koenig & Bauer AG, Radebeul
  • Simon Tamm, Ausbildung zum Mechatroniker bei der Koenig & Bauer AG, Radebeul
  • Finn Thomas, Ausbildung zum Mechatroniker bei der Koenig & Bauer AG, Radebeul

Bester Dualer Studienabschluss

  • Aaron Bieder, Studium Maschinenbau bei der KREISEL GmbH & Co. KG, Krauschwitz
  • Julie Ella Lemke, Studium der Elektro- und Informationstechnik bei der SIEMENS AG, Niederlassung Leipzig

Fotos: Daniel Viol

Beruf der Woche: Verfahrenstechnologe Metall

Im Beruf des Verfahrenstechnologen Metall dreht sich alles um die Erzeugung von Edelmetallen wie Gold und Silber sowie industriellen Metallen wie Aluminium, Kupfer, Zink und Blei. Die Aufgabe besteht darin, nach vorgegebenen Rezepturen verschiedene Einsatzstoffe wie Erze, Konzentrate, Tonerde und Altmetall zu kombinieren.

Die Ausbildung erstreckt sich über eine Dauer von 3,5 Jahren und erfordert handwerkliches Geschick, technisches Interesse sowie gute Noten in Mathematik und Physik. Ein solider Haupt- oder Realschulabschluss bildet die Grundlage für den Einstieg.

Tätigkeiten und Ausbildungsinhalte

Während der Ausbildung erwirbt der angehende Verfahrenstechnologe Metall umfassende Fähigkeiten und Kenntnisse. Dies umfasst die Bearbeitung von Werkstücken, die Steuerung von Produktionsanlagen sowie die Fähigkeit, Störungen zu identifizieren und zu beheben. Die Ausbildung ist dual aufgebaut, wobei sowohl praktisches Lernen im Ausbildungsunternehmen als auch theoretischer Unterricht in der Berufsschule integriert sind.

In den dreieinhalb Jahren der Ausbildung werden diverse Aspekte abgedeckt:

  • Prüfung von Werkstoffen
  • Bearbeitung von Werkstücken durch Spanen, Trennen und Umformen
  • Unterscheidung metallurgischer Verfahren zur Herstellung von Eisen, Stahl und Nichteisenmetallen
  • Montage pneumatischer, hydraulischer und elektrotechnischer Bauteile
  • Verarbeitung und Bearbeitung von Metallen
  • Grundlagen der Elektrotechnik und Mikroelektronik
  • Steuerung von Produktionsanlagen
  • Umsetzung von Qualitätssicherungsmaßnahmen
  • Berufliche Anforderungen und Weiterbildungsmöglichkeiten

Die ideale Voraussetzung für angehende Verfahrenstechnologen Metall umfasst einen soliden Haupt- oder Realschulabschluss sowie gute Leistungen in den Fächern Mathematik, Physik, Werken und Technik. Zusätzlich sind Interesse an Technik, handwerkliches Geschick, körperliche Fitness, räumliches Vorstellungsvermögen, Sorgfalt, Selbstständigkeit und Konzentrationsfähigkeit gefragt.

Nach Abschluss der Ausbildung eröffnen sich vielfältige Weiterbildungsmöglichkeiten. Diese umfassen:

  • Industriemeister
  • Staatlich geprüfter Techniker
  • Studium, z.B. Bachelor in Metallurgie

Industriemeister in den Fachrichtungen Metall, Gießerei oder Hüttentechnik übernehmen Führungsaufgaben in der Metallindustrie oder in Gießereien, um Produktionsziele zu erreichen. Eine Alternative stellt die Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker dar. Zusätzlich bietet sich die Option eines Studiums, beispielsweise in den Bereichen Metallurgie, Materialwissenschaft oder Werkstoffwissenschaft, an. Dies erfordert entweder das (Fach-)Abitur oder eine abgeschlossene Meisterweiterbildung.

Fazit

Die Tätigkeit des Verfahrenstechnologen Metall konzentriert sich auf die Herstellung und Veredelung verschiedener Metalle. Die Ausbildung vermittelt breite Fachkenntnisse, angefangen bei Werkstoffprüfungen bis hin zur Steuerung von Produktionsanlagen. Interessenten sollten über handwerkliches Geschick, technisches Verständnis und gute schulische Leistungen in relevanten Fächern verfügen. Die beruflichen Perspektiven reichen von Industriemeister über staatlich geprüfte Techniker bis hin zu Studienmöglichkeiten in verwandten Fachbereichen.

Tage der Industriekultur 2023

Die Bedeutung der Industriekultur in Sachsen reicht weit über technische Errungenschaften hinaus. Sie umfasst den Erhalt und die Pflege von bahnbrechenden Innovationen, die ihren Ursprung in Sachsen hatten und die Welt eroberten. Neben diesen Errungenschaften sind es auch die beeindruckenden Industriebauten, die sowohl in der Vergangenheit als auch heute Landschaften und städtische Entwicklungsprozesse prägen. Diese Bauten dienen nicht nur als Produktionsstätten, sondern auch als Kulturdenkmäler und spannende Veranstaltungsorte.

Darüber hinaus bildet die Industriekultur das Fundament für das Wachstum der Industrie und innovative Wirtschaftszweige wie die sächsische Kultur- und Kreativwirtschaft. Die Industriekultur ist somit nicht nur prägend, sondern weist auch in die Zukunft.

Das Jahr der Industriekultur: Ein Blick in die Vergangenheit und Zukunft

Um die vielfältigen Aspekte der Industriekultur sichtbar zu machen, erklärte die sächsische Staatsregierung das Jahr 2020 zum „Jahr der Industriekultur“ und beauftragte die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen mit der Organisation. Diese Stiftung hatte 2015 den Fokus auf Industriekultur vom Sächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst übernommen. Seitdem engagiert sie sich erfolgreich, um die Industriekultur in all ihren Facetten als eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe zu fördern, zu beraten und zu vernetzen.

Ziele des Themenjahres und die Bedeutung der Industriekultur

Das Jahr der Industriekultur hatte das Ziel, das reichhaltige Erbe der industriellen Kultur sichtbar zu machen, zu fördern und zu vermitteln. Es sollte auch die Auswirkungen dieses Erbes auf die gegenwärtige und zukünftige wirtschaftliche Entwicklung Sachsens verdeutlichen. Ebenso sollten immaterielle Werte wie Ideenreichtum, Fleiß und Arbeitsamkeit gewürdigt werden, während auch den zahlreichen ehrenamtlich Engagierten im Bereich Industriekultur Anerkennung zuteilwurde. Die Veränderungsprozesse in der sächsischen Industriegeschichte, insbesondere in jüngerer Zeit, wurden thematisiert und in neue Zukunftsperspektiven umgewandelt, sei es im urbanen oder ländlichen Raum.

Industriekultur erlebbar machen

Die Plattform www.industriekultur-in-sachsen.de präsentiert die verschiedenen Perspektiven und Gestaltungsmöglichkeiten der Industriekultur in Sachsen und bietet zahlreiche interaktive Funktionen, die kontinuierlich von den Akteuren aktualisiert werden.

Die Webseite stellt mittlerweile über 530 Erlebnisorte und Akteursprofile vor, die ihre Angebote und Veranstaltungen bewerben. Dazu gehören nicht nur Gebäude und technische Anlagen, sondern auch Schauanlagen, Museen, Manufakturen und Landschaften, die durch industrielle Nutzung geprägt wurden. Nicht zuletzt finden sich dort auch das immaterielle Erbe des Industriezeitalters in Form von Wissen, Fertigkeiten, Bräuchen und Erinnerungen von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen.

Top 10 Vergünstigungen für Auszubildende

Auf dem Weg zur beruflichen Entwicklung stehen Auszubildende vor zahlreichen finanziellen Herausforderungen. Miete, Essen, Versicherungen – selbst wer noch bei den Eltern wohnt, hat mit seiner Ausbildungsvergütung oft nicht genügend Geld im Monat zur Verfügung. Dank zahlreicher Vergünstigungen können sich Azubis aber dennoch den einen oder anderen Luxus gönnen und haben mit ein wenig Verhandlungsgeschick sogar die Chance darauf, sich etwas Geld für die Zukunft zu sparen.

1. Unterstützung bei Fahrtkosten

Der Anspruch auf einen Fahrtkostenzuschuss hängt von verschiedenen Faktoren ab. Es gibt staatliche Zuschüsse für Auszubildende, deren Eltern über geringes Einkommen verfügen, sowie Tarifverträge, die Unternehmen dazu verpflichten, Fahrtkosten zur Berufsschule zu erstatten. Zudem gewähren manche Unternehmen freiwillige Fahrtkostenzuschüsse. Dieser Zuschuss kann bis zu 30 Cent pro Kilometer und Arbeitstag betragen.

2. Unterstützung bei Wohnkosten

Für Auszubildende, die aufgrund ihrer Ausbildung von zu Hause ausziehen müssen, steht unter Umständen Berufsausbildungshilfe (BAB) zur Verfügung. Die Höhe dieser Hilfe hängt von Faktoren wie Haushaltsgröße, Einkommen und Miete ab. Spezialisierte Immobilienunternehmen bieten günstige Wohnungen für Auszubildende an.

3. Versicherungsvorteile

Einige Versicherungen, wie die Haftpflichtversicherung, sind für Azubis durch die Eltern abgedeckt. Für eigene Versicherungen wie eine Krankenzusatzversicherung bieten viele Versicherungsunternehmen spezielle Tarife und Rabatte für Auszubildende.

4. Schüler- oder Azubiausweis

Ein Schüler- oder Azubiausweis ermöglicht Ermäßigungen auf Konzertkarten, Kinotickets, Lieferservices und mehr. Auch Volkshochschulen bieten vergünstigte Kurse für Inhaber dieser Ausweise an.

5. Kostenfreie Girokonten

Die meisten Banken bieten kostenlose Girokonten für Azubis. Ein Vergleich vor der Kontoeröffnung ist ratsam, da einige Kontopakete Begrenzungen enthalten.

6. Erschwingliche Telekommunikation

Mobilfunkanbieter bieten spezielle Tarife für Azubis, die nicht immer beworben werden. Persönliches Nachfragen kann Geld sparen.

7. Mobilität

Viele Verkehrsanbieter gewähren Azubis Vergünstigungen für öffentliche Verkehrsmittel, sowohl national als auch international.

8. Frühzeitige Altersvorsorge

Der Abschluss einer Rentenversicherung als Azubi kann langfristige Vorteile bringen. Viele Unternehmen bieten solche Optionen an.

9. Reisen mit Rabatten

Die International Youth Travel Card (IYTC) ermöglicht günstiges Reisen. Zudem gewähren viele Anbieter Rabatte für Fernbusse, Mietautos und Unterkünfte.

10. Ermäßigte Abonnements

Abonnements für Zeitschriften, Zeitungen und Fitnesscenter sind für Azubis oft günstiger. Vorsicht bei langen Vertragsbindungen.

Diese Vergünstigungen ermöglichen es Auszubildenden, trotz begrenzten Budgets einen vielfältigen Lebensstil zu genießen und sich auf die Zukunft vorzubereiten.

Beruf der Woche: Elektroniker für Maschinen und Antriebstechnik

Elektroniker für Maschinen und Antriebstechnik spielen eine entscheidende Rolle bei der Gewährleistung reibungsloser Bewegungen in Fahrzeugen wie ICE-Zügen, Straßenbahnen und Aufzügen. Ihr Verantwortungsbereich erstreckt sich über die Montage elektrischer Maschinen, die Inbetriebnahme und regelmäßige Wartung.

Ausbildung und Anforderungen

Die Ausbildung dauert 3,5 Jahre und erfordert Interesse an Elektronik, Verständnis für elektrische Schaltungen sowie solide Kenntnisse in Mathematik und Physik. Ein guter Realschulabschluss oder Abitur sind erforderlich.

Vielseitige Aufgaben im Berufsalltag

Elektroniker für Maschinen und Antriebstechnik sind für die Konzeption, Montage und Instandhaltung elektrischer Maschinen und Antriebssysteme verantwortlich. Sie beraten Kunden und gewährleisten den störungsfreien Betrieb komplexer Antriebssysteme.

Breites Einsatzspektrum

Von Hochgeschwindigkeitszügen bis zu Industrierobotern sind Elektroniker in der Produktion unerlässlich. Sie bauen kundenspezifische Antriebssysteme, die in verschiedenen Branchen eingesetzt werden.

Ausbildung im Detail

Die Ausbildung umfasst das Planen und Priorisieren von Arbeitsabläufen, die Montage verschiedener Komponenten und die Erstellung sowie Überwachung von Steuerungs- und Regelungsprogrammen. Fehlerdiagnose, Instandsetzung und Wartung elektrischer Maschinen und Antriebssysteme gehören ebenfalls dazu.

Qualitäten und Fähigkeiten

Gute Noten in Mathematik, Physik und Englisch sowie ein Verständnis für elektrische Schaltungen sind für angehende Elektroniker wichtig. Handwerkliches Geschick, technisches Verständnis, Planungs- und Organisationsfähigkeiten sind entscheidend.

Weiterbildung und Karriereaussichten

Die stetige Weiterentwicklung in der Mikroelektronik und neue Materialien für Elektromotoren bieten fortlaufend neue Herausforderungen. Weiterbildungsmöglichkeiten umfassen fachliche Anpassungsweiterbildungen, der Abschluss als Elektromaschinenbauermeister oder Techniker der Elektrotechnik mit Schwerpunkt Energietechnik.

Ein Studium, beispielsweise in Energietechnik, eröffnet zusätzliche Spezialisierungsmöglichkeiten in Bereichen wie Elektrotechnik, Elektronik, elektrische Energie- und Anlagentechnik, Wartung und Instandhaltung.

Experten für reibungslose Bewegung

Elektroniker für Maschinen und Antriebstechnik sind die Fachkräfte, die den reibungslosen Betrieb von Antriebssystemen sicherstellen. Ihre Tätigkeiten sind essentiell für moderne Maschinen und Antriebe. Eine solide Ausbildung, kontinuierliche Weiterbildung und Leidenschaft für Technik sind Schlüssel für eine erfolgreiche Karriere in diesem spannenden Bereich.

Mobiles Ausbilden und Lernen in der Dualen Berufsausbildung: Eine Neue Empfehlung des BIBB-Hauptausschusses

Die Frage, ob Jugendliche und junge Erwachsene, die sich in einer dualen Berufsausbildung befinden, die Möglichkeit haben sollten, im Homeoffice oder mobil zu arbeiten und zu lernen, hat bislang zu Unsicherheiten geführt. Laut Paragraph 14 des Berufsbildungsgesetzes (BBiG) ist das Ausbildungspersonal verpflichtet, die Auszubildenden in der Ausbildungsstätte anzuleiten und die Arbeitsergebnisse zu kontrollieren. Die wachsende Digitalisierung der Arbeitswelt und die Folgen der Coronapandemie haben jedoch gezeigt, dass diese Regelung nicht mehr uneingeschränkt aufrechterhalten werden kann. In Reaktion darauf hat der Hauptausschuss des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) eine neue Empfehlung erarbeitet, die eine flexible Ergänzung zur dualen Berufsausbildung in Präsenz durch „Mobiles Ausbilden und Lernen“ vorsieht.

Die Empfehlung des BIBB-Hauptausschusses

Die Empfehlung des BIBB-Hauptausschusses betont, dass die duale Berufsausbildung grundsätzlich weiterhin in Präsenz stattfinden sollte, unter Berücksichtigung aller rechtlichen Vorschriften. Jedoch kann diese Präsenzausbildung durch mobile Formen des Ausbildens und Lernens effektiv unterstützt werden. Es besteht jedoch keine Verpflichtung für Betriebe, mobile Ausbildungsangebote anzubieten, und auch die Auszubildenden haben keinen grundsätzlichen Anspruch auf mobile Ausbildung.

Voraussetzungen für Mobiles Ausbilden und Lernen

Falls ein Betrieb sich dazu entscheidet, mobile Ausbildungs- und Lernmöglichkeiten anzubieten, betont der BIBB-Hauptausschuss, dass bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein müssen. Neben der Eignung der Auszubildenden für diese Form der Ausbildung ist es erforderlich, dass die nötigen Lehrmittel vorhanden sind und das Ausbildungspersonal über die Kompetenzen verfügt, um mobile Ausbildungsphasen erfolgreich durchzuführen. Ebenso liegt die Verantwortung für die technische Infrastruktur bei den Betrieben, die sicherstellen müssen, dass Datenschutz- und Datensicherheitsrichtlinien eingehalten werden.

Begleitung und Unterstützung im Mobilen Ausbilden

Die Empfehlung betont, dass mobiles Ausbilden und Lernen durch regelmäßige persönliche Gespräche zwischen Ausbildungspersonal und Auszubildenden begleitet werden sollte. Diese Gespräche können sowohl virtuell als auch in Präsenz stattfinden. Klare Absprachen zur Erreichbarkeit der Beteiligten sind ebenfalls von Bedeutung. Während der Probe- und Einarbeitungszeit sollte nach Möglichkeit nicht auf mobile Ausbildung umgestellt werden.

Positive Aussichten und Umsetzung der Empfehlung

Der Präsident des BIBB, Friedrich Hubert Esser, zeigt sich erfreut über die Verabschiedung der neuen Empfehlung. Die Umsetzung dieser Empfehlung ermöglicht Unternehmen, ihre duale Ausbildung besser an betriebliche Anforderungen und Prozesse anzupassen, wo dies umsetzbar ist und klare Regeln eingehalten werden. Die Möglichkeit, mobil zu arbeiten und zu lernen, verleiht der beruflichen Bildung zusätzliche Attraktivität, da sie den Wünschen vieler Auszubildender entgegenkommt. Nicht zuletzt werden Jugendliche und junge Erwachsene durch diese Form des Lernens besser darauf vorbereitet, die Anforderungen einer zunehmend digitalisierten Arbeitswelt zu bewältigen. Das Bundesinstitut für Berufsbildung hat die Empfehlung des BIBB-Hauptausschusses umgesetzt und das Konzept des „Mobilen Ausbildens und Lernens“ seit dem 1. August 2023 eingeführt.

Warum sich eine Ausbildung in der M+E-Industrie lohnt

Die sächsische Metall- und Elektroindustrie erweist sich als aufstrebender Wirtschaftszweig und bietet jungen Menschen eine vielversprechende berufliche Zukunft. In diesem Artikel beleuchten wir sechs entscheidende Gründe, warum eine Ausbildung in dieser dynamischen Branche eine kluge und lohnenswerte Wahl sein kann.

1. Innovationskraft und Technologieorientierung

Sachsen ist Vorreiter in wegweisenden Technologieentwicklungen wie Industrie 4.0, Automatisierung, Robotik und Elektromobilität. Eine Ausbildung in dieser Branche eröffnet nicht nur Einblicke in diese spannenden Felder, sondern ermöglicht auch die direkte Beteiligung an der Gestaltung der Zukunft durch innovative Ideen und Lösungen.

2. Breites Spektrum an Ausbildungsmöglichkeiten

Die sächsische Metall- und Elektroindustrie bietet eine beeindruckende Vielfalt an Ausbildungsberufen. Ob als angehende/r Industriemechaniker/in, Elektroniker/in, Mechatroniker/in oder Zerspanungsmechaniker/in – hier findet jeder Auszubildende einen passenden Weg, um seine individuellen Stärken und Interessen auszuleben.

3. Exzellente Ausbildungsbedingungen

Die Unternehmen legen großen Wert auf eine qualitativ hochwertige Ausbildung ihrer zukünftigen Fachkräfte. Modern ausgestattete Ausbildungswerkstätten, erfahrene Ausbilder/innen und praxisnahe Lerninhalte gewährleisten eine fundierte und praxisorientierte Ausbildung. Zusätzlich werden regelmäßige Schulungen und Weiterbildungsmöglichkeiten angeboten, um das Wissen kontinuierlich zu erweitern.

4. Hervorragende Karriereperspektiven

Die Metall- und Elektroindustrie in Sachsen zeichnet sich durch ihre starke Verbindung zu innovativen Technologien und globalen Märkten aus. Dies eröffnet Absolventen vielfältige Karrierechancen, sei es als Facharbeiter, Ingenieur, Projektmanager oder technischer Experte. Die breit gefächerten Aufstiegsmöglichkeiten sind ein großer Anreiz für eine Ausbildung in dieser Branche.

5. Attraktive Vergütung und Zusatzleistungen

Die sächsische Metall- und Elektroindustrie honorieren das Engagement und die Leistungsbereitschaft ihrer Auszubildenden angemessen. Attraktive Vergütungen, mögliche Boni und Zusatzleistungen schaffen eine solide finanzielle Grundlage für den Berufseinstieg und motivieren zu Höchstleistungen.

6. Beitrag zur nachhaltigen Zukunft

Die Branche trägt maßgeblich zur Gestaltung einer nachhaltigen Zukunft bei. Von der Entwicklung umweltfreundlicher Technologien bis hin zur Steigerung der Energieeffizienz – Auszubildende haben hier die Chance, aktiv an der Lösung globaler Herausforderungen zu arbeiten und ihren Beitrag zu einer besseren Welt zu leisten.

Eine Ausbildung in der sächsischen Metall- und Elektroindustrie lohnt sich

Die Kombination aus Innovationskraft, hervorragenden Ausbildungsbedingungen, vielfältigen Karriereaussichten und attraktiver Vergütung macht die sächsische Metall- und Elektroindustrie zu einem attraktiven Ausbildungsziel. Eine solide Ausbildung in dieser Branche legt den Grundstein für eine erfüllende und erfolgreiche berufliche Laufbahn in einer dynamischen und zukunftsorientierten Industrie. Wer noch auf der Suche nach einem freien Ausbildungsplatz ist, für den lohnt sich ein Blick ins Fachkräfteportal-Sachsen.