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21. August 2023

Beruf der Woche: Verfahrenstechnologe Metall

Im Beruf des Verfahrenstechnologen Metall dreht sich alles um die Erzeugung von Edelmetallen wie Gold und Silber sowie industriellen Metallen wie Aluminium, Kupfer, Zink und Blei. Die Aufgabe besteht darin, nach vorgegebenen Rezepturen verschiedene Einsatzstoffe wie Erze, Konzentrate, Tonerde und Altmetall zu kombinieren.

Die Ausbildung erstreckt sich über eine Dauer von 3,5 Jahren und erfordert handwerkliches Geschick, technisches Interesse sowie gute Noten in Mathematik und Physik. Ein solider Haupt- oder Realschulabschluss bildet die Grundlage für den Einstieg.

Tätigkeiten und Ausbildungsinhalte

Während der Ausbildung erwirbt der angehende Verfahrenstechnologe Metall umfassende Fähigkeiten und Kenntnisse. Dies umfasst die Bearbeitung von Werkstücken, die Steuerung von Produktionsanlagen sowie die Fähigkeit, Störungen zu identifizieren und zu beheben. Die Ausbildung ist dual aufgebaut, wobei sowohl praktisches Lernen im Ausbildungsunternehmen als auch theoretischer Unterricht in der Berufsschule integriert sind.

In den dreieinhalb Jahren der Ausbildung werden diverse Aspekte abgedeckt:

  • Prüfung von Werkstoffen
  • Bearbeitung von Werkstücken durch Spanen, Trennen und Umformen
  • Unterscheidung metallurgischer Verfahren zur Herstellung von Eisen, Stahl und Nichteisenmetallen
  • Montage pneumatischer, hydraulischer und elektrotechnischer Bauteile
  • Verarbeitung und Bearbeitung von Metallen
  • Grundlagen der Elektrotechnik und Mikroelektronik
  • Steuerung von Produktionsanlagen
  • Umsetzung von Qualitätssicherungsmaßnahmen
  • Berufliche Anforderungen und Weiterbildungsmöglichkeiten

Die ideale Voraussetzung für angehende Verfahrenstechnologen Metall umfasst einen soliden Haupt- oder Realschulabschluss sowie gute Leistungen in den Fächern Mathematik, Physik, Werken und Technik. Zusätzlich sind Interesse an Technik, handwerkliches Geschick, körperliche Fitness, räumliches Vorstellungsvermögen, Sorgfalt, Selbstständigkeit und Konzentrationsfähigkeit gefragt.

Nach Abschluss der Ausbildung eröffnen sich vielfältige Weiterbildungsmöglichkeiten. Diese umfassen:

  • Industriemeister
  • Staatlich geprüfter Techniker
  • Studium, z.B. Bachelor in Metallurgie

Industriemeister in den Fachrichtungen Metall, Gießerei oder Hüttentechnik übernehmen Führungsaufgaben in der Metallindustrie oder in Gießereien, um Produktionsziele zu erreichen. Eine Alternative stellt die Weiterbildung zum staatlich geprüften Techniker dar. Zusätzlich bietet sich die Option eines Studiums, beispielsweise in den Bereichen Metallurgie, Materialwissenschaft oder Werkstoffwissenschaft, an. Dies erfordert entweder das (Fach-)Abitur oder eine abgeschlossene Meisterweiterbildung.

Fazit

Die Tätigkeit des Verfahrenstechnologen Metall konzentriert sich auf die Herstellung und Veredelung verschiedener Metalle. Die Ausbildung vermittelt breite Fachkenntnisse, angefangen bei Werkstoffprüfungen bis hin zur Steuerung von Produktionsanlagen. Interessenten sollten über handwerkliches Geschick, technisches Verständnis und gute schulische Leistungen in relevanten Fächern verfügen. Die beruflichen Perspektiven reichen von Industriemeister über staatlich geprüfte Techniker bis hin zu Studienmöglichkeiten in verwandten Fachbereichen.