Auszeit zum Jahresende: Trotz Feiertagen sind 49 Prozent erreichbar

Die Mehrheit der Deutschen genießt zum Jahresende eine wohlverdiente Auszeit, um sich zu erholen und gemeinsame Zeit mit der Familie zu verbringen. Erfreulicherweise zeigt sich, dass immer mehr Menschen in dieser Zeit bewusst abschalten. Dennoch bleibt fast die Hälfte der Deutschen trotz Weihnachten, Neujahr und den dazwischenliegenden Urlaubstagen erreichbar.

Erreichbarkeit während Weihnachten und Neujahr rückläufig

Eine Umfrage des Digitalverbands Bitkom unter 1.006 Personen ab 16 Jahren zeigt, dass unter den berufstätigen Deutschen, die zwischen Weihnachten und Neujahr 2023 frei haben, nur noch 49 Prozent dienstlich erreichbar sind. Vor fünf Jahren lag dieser Wert bei 71 Prozent. Der Trend weg von der permanenten Verfügbarkeit zeigt sich insbesondere seit der Coronapandemie. Im Jahr 2020 waren noch 61 Prozent erreichbar, 2021 sank die Zahl auf 53 Prozent, und 2022 stieg sie leicht auf 55 Prozent an.

Altersgruppen und Erreichbarkeit im Weihnachtsurlaub

Die 30- bis 49-Jährigen legen mit 54 Prozent besonderen Wert darauf, im Weihnachtsurlaub ansprechbar zu sein. Im Gegensatz dazu sind unter den 16- bis 29-Jährigen nur 46 Prozent erreichbar, während es bei den 50- bis 64-Jährigen sogar nur 43 Prozent sind. Das wachsende Bewusstsein für eine ausgewogene Work-Life-Balance spielt hierbei eine entscheidende Rolle.

Kommunikationspräferenzen: Kurznachrichten führen

Von den Befragten, die im Urlaub zwischen Weihnachten und Neujahr erreichbar sind, ziehen 48 Prozent Kurznachrichten wie SMS, Facebook Messenger oder Whatsapp vor. Fast genauso viele (47 Prozent) sind bereit, dienstliche Anrufe entgegenzunehmen, während 44 Prozent ihre E-Mails lesen. Videotelefonate werden von 22 Prozent genutzt, während nur 5 Prozent über Kollaborationstools wie Microsoft Teams oder Slack erreichbar sind.

Erreichbarkeit und die Rolle der Führungsebene

Die Erwartungshaltung der Führungsebene spielt eine entscheidende Rolle bei der Erreichbarkeit. 58 Prozent der Befragten sind erreichbar, weil sie davon ausgehen, dass ihre Vorgesetzten dies erwarten. Kunden (43 Prozent) und Kollegen (40 Prozent) werden ebenfalls als Erwartungsträger genannt. Arbeitgeber sind daher aufgefordert, klare Regelungen für die Erreichbarkeit während der Abwesenheit zu schaffen, um eine ausgewogene Work-Life-Balance zu fördern.

Quereinstieg in die Metall- und Elektroindustrie: Neue Wege zu spannenden Karrieren

Die Metall- und Elektroindustrie ist eine der wichtigsten Säulen der sächsischen Wirtschaft. Traditionell werden in dieser Branche Fachkräfte mit einer fundierten Ausbildung gesucht. Doch immer mehr Menschen entdecken den Quereinstieg als Möglichkeit, ihre berufliche Laufbahn in dieser dynamischen und zukunftsweisenden Industrie zu starten.

Persönliche Eigenschaften im Fokus

Der Quereinstieg erfordert nicht nur fachliche Kenntnisse, sondern auch bestimmte persönliche Eigenschaften, die in der Metall- und Elektroindustrie besonders gefragt sind. Flexibilität, Teamfähigkeit und eine hohe Lernbereitschaft stehen hier an erster Stelle. Die Branche ist geprägt von ständigem technologischem Wandel und Mitarbeiter sollten bereit sein, sich kontinuierlich weiterzuentwickeln. Kommunikationsstärke und Problemlösungskompetenz sind ebenfalls Schlüsselqualifikationen, die in einem Umfeld, in dem innovative Lösungen gefragt sind, besonders geschätzt werden.

Fachliche Kenntnisse und Qualifikationen

Ein erfolgreicher Quereinstieg setzt neben den persönlichen Eigenschaften auch das Erlangen fachlicher Kenntnisse voraus. Hierbei bieten sich verschiedene Wege an, je nach individuellem Hintergrund. Einige entscheiden sich für berufsbegleitende Weiterbildungen, während andere auf Umschulungen setzen. Die Metall- und Elektroindustrie bietet dabei vielfältige Berufsfelder, angefangen von der Produktion über die Instandhaltung bis hin zu Forschung und Entwicklung. Ein solider Einstieg ist beispielsweise durch Qualifikationen in den Bereichen Elektrotechnik, Maschinenbau oder Mechatronik möglich.

Karrieremöglichkeiten und Perspektiven

Der Quereinstieg ermöglicht nicht nur den Start in die Branche, sondern eröffnet auch vielfältige Karrieremöglichkeiten. Je nach individuellem Werdegang und erworbenen Qualifikationen sind Aufstiegschancen in Führungspositionen oder in spezialisierten Fachbereichen möglich. Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie schätzen oft die frischen Perspektiven, die Quereinsteiger mitbringen. Dies kann zu innovativen Lösungsansätzen und einem fruchtbaren Austausch innerhalb des Teams führen.

Unterstützung durch Unternehmen und Bildungseinrichtungen

Um den Quereinstieg zu erleichtern, bieten viele Unternehmen Unterstützungsprogramme an. Diese reichen von gezielten Schulungen bis hin zu Mentoring-Programmen, die den Einstieg in die neue Branche erleichtern. Auch Bildungseinrichtungen tragen dazu bei, den Quereinstieg attraktiver zu gestalten, indem sie flexible Weiterbildungsmodelle und praxisnahe Qualifizierungen anbieten.

Fazit: Quereinstieg als Chance nutzen

Der Quereinstieg in die sächsische Metall- und Elektroindustrie ist eine vielversprechende Option für Menschen, die eine neue berufliche Herausforderung suchen. Mit den richtigen persönlichen Eigenschaften, fachlichen Qualifikationen und der Unterstützung durch Unternehmen und Bildungseinrichtungen eröffnen sich spannende Karrierewege. Die Branche schätzt die Vielfalt an Talenten und Erfahrungen, die Quereinsteiger mitbringen, und bietet damit eine ideale Umgebung für eine erfolgreiche berufliche Neuorientierung.

Beruf der Woche: Elektroniker für Geräte und Systeme

Elektroniker für Geräte und Systeme sind Experten in der Herstellung, Inbetriebnahme und Wartung von Komponenten für verschiedene Geräte und Systeme. In diesem Artikel werfen wir einen Blick auf die Ausbildungsdauer, Voraussetzungen sowie die vielfältigen Tätigkeiten und Möglichkeiten, die dieser Beruf bietet.

Ausbildungsdauer und Voraussetzungen

Die Ausbildung zum Elektroniker für Geräte und Systeme dauert 3,5 Jahre und setzt voraus:

  • Technisches Verständnis
  • Erste Kenntnisse von elektrischen Schaltungen
  • Gute Kenntnisse in Mathematik und Physik
  • Sehr guter Realschulabschluss oder Abitur

Berufliche Tätigkeiten

Elektroniker für Geräte und Systeme sind in der Lage, Bauteile und Geräte herzustellen, Programme zu installieren und anzupassen sowie Fertigungsunterlagen zu erstellen. Nach der Ausbildung können sie in verschiedenen Bereichen, wie Informations- und Kommunikationstechnik, Medizintechnik oder Mess- und Prüftechnik, tätig werden.

Instandhaltung und Fehlerbehebung

Ein entscheidender Aspekt der Tätigkeit besteht darin, Anlagenausfälle zu verhindern und Produktionsstopps zu minimieren. Elektroniker für Geräte und Systeme spielen eine Schlüsselrolle bei der Detektion und Behebung von Fehlern. Ihr Fachwissen ermöglicht es ihnen, defekte Teile zu identifizieren und Maschinen wieder in Betrieb zu setzen.

Ausbildungsinhalte

Während der Ausbildung lernen angehende Elektroniker, Arbeitsabläufe zu planen, Baugruppen zu montieren und demontieren, Kalkulationen durchzuführen sowie Anlagen der Betriebstechnik zu beurteilen. Sie setzen Haupt- und Hilfsstromkreise in Betrieb, überprüfen Funktionen von Anlagen und Sicherheitseinrichtungen, führen Serviceleistungen durch und dokumentieren diese. Kundenberatung und -betreuung sind ebenfalls Bestandteile der Ausbildung.

Voraussetzungen und Fähigkeiten für die Ausbildung

Für eine erfolgreiche Ausbildung zum Elektroniker für Geräte und Systeme sind folgende Voraussetzungen und Fähigkeiten von Vorteil:

  • Guter Realschulabschluss oder Abitur
  • Gute Noten in Mathematik und Physik
  • Grundverständnis von elektrischen Schaltungen
  • Handwerkliches Geschick und technisches Verständnis
  • Gutes räumliches Vorstellungsvermögen
  • Besonderes Maß an Sicherheitsbewusstsein

Weiterbildungsmöglichkeiten

Die Elektroindustrie unterliegt ständigen Entwicklungen, weshalb kontinuierliche Weiterbildung entscheidend für beruflichen Erfolg ist. Mögliche Weiterbildungen umfassen:

  • Fachliche Anpassungsweiterbildung in Elektronik oder Mikrotechnik
  • Industriemeister der Fachrichtung Elektrotechnik
  • Techniker der Fachrichtung Elektrotechnik mit Schwerpunkt Automatisierungstechnik
  • Studium, z.B. Bachelor in Informations- und Kommunikationstechnik oder Elektrotechnik

Zusammenfassung und Ausblick

Elektroniker für Geräte und Systeme haben zahlreiche Perspektiven, um sich innerhalb der Branche weiterzuentwickeln. Durch fachliche Anpassungsweiterbildungen, Aufstiegsweiterbildungen oder ein Studium können sie ihre Kenntnisse vertiefen und neue Karrierewege einschlagen. Die Bereiche Elektronik, Medizintechnik, Mikrotechnik und Normen-, Sicherheits- sowie Prüfbestimmungen bieten dabei vielfältige Möglichkeiten.

Erfolgreiche Integration der Künstlichen Intelligenz im Berufsleben

Die Frage, ob Künstliche Intelligenz bereits im Arbeitsumfeld angekommen ist, beantwortet sich in den meisten Fällen mit einem klaren Ja. Eine Untersuchung zeigt jedoch, dass nicht jeder Mitarbeiter sich dessen bewusst ist.

Vielfältige Anwendungen von Künstlicher Intelligenz

Trotzdem befindet sich der „Kollege Roboter“ noch nicht am Nachbarschreibtisch und persönliche Verfassung von Prüfberichten ist nach wie vor gängige Praxis. Viele Berufstätige hierzulande sind der Meinung, dass Künstliche Intelligenz zwar irgendwann Einzug halten wird, dies jedoch noch einige Zeit dauern wird. Dieser Gedanke erweist sich als falsch, da Künstliche Intelligenz bereits integraler Bestandteil der Arbeitswelt ist, sogar in Bereichen, in denen kein physischer Roboter eingreift. Eine Studie, gefördert von der Denkfabrik Digitale Arbeitsgesellschaft des Bundes, zeigt, dass vielen Mitarbeitern diese Realität nicht bewusst ist.

Erweiterte Perspektiven auf den Einsatz von Künstlicher Intelligenz

Die Studie offenbart, dass viele Menschen eine eingeschränkte Vorstellung vom Einsatz von Künstlicher Intelligenz haben, beispielsweise nur in Verbindung mit Robotern oder komplett von KI verfassten Arbeiten. Erst durch gezielte Nachfragen wird vielen bewusst, dass Künstliche Intelligenz bereits jetzt Teil ihres beruflichen Alltags ist. Diese Erkenntnis unterstreicht die Notwendigkeit, die Debatte über mögliche Arbeitsplatzverluste durch Künstliche Intelligenz um Aspekte der Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine zu erweitern.

Wissensaufklärung und Bewusstseinsbildung

Um Ängste abzubauen und Akzeptanz zu schaffen, ist Transparenz bezüglich des Einsatzes von Künstlicher Intelligenz entscheidend. Insbesondere während der gegenwärtigen Transformation in zahlreichen Arbeitsprozessen spielt dieses Thema eine herausragende Rolle. Die überwiegende Mehrheit der sächsischen Beschäftigten ist bereits in digitalen Prozessen wie Kommunikation, Projektkooperation, Arbeitsplanung und Produktion involviert, wie der Index „Gute Arbeit“ des Deutschen Gewerkschaftsbundes zeigt.

Fortbildung als Schlüssel zur erfolgreichen Anpassung

Die Integration von Künstlicher Intelligenz in Arbeitsprozesse erfordert eine Anpassung der Weiterbildungsmaßnahmen. Neue Technologien sollen die Produktivität steigern, stellen jedoch gleichzeitig neue Anforderungen an die Mitarbeiter. Die Zusammenarbeit zwischen Arbeitgebern und Mitarbeitern ist entscheidend, um die Arbeitsqualität in Zeiten der Digitalisierung zu sichern oder sogar zu verbessern. Sachsens Wirtschafts- und Arbeitsminister Martin Dulig betont die Bedeutung von Weiterbildung und stellt ein Förderprogramm vor, bei dem der Freistaat die Hälfte der Weiterbildungskosten übernimmt.

Altersunabhängige Weiterbildung für den digitalen Wandel

Besonders ältere Arbeitnehmer befürchten oft, den Anforderungen neuer Technologien nicht gewachsen zu sein oder ihren Arbeitsplatz durch Künstliche Intelligenz zu verlieren. Experten geben Entwarnung und betonen, dass zwar bestimmte Aufgaben durch Künstliche Intelligenz automatisiert werden, jedoch gleichzeitig neue Arbeitsbereiche entstehen. Die Integration von Künstlicher Intelligenz ermöglicht es Mitarbeitern, mehr Zeit für kreative und strategische Aspekte ihrer Arbeit zu nutzen.

Zusammenarbeit und Mitbestimmung für eine positive Zukunft

Die frühzeitige Einbindung des gesamten Teams in die Planungen zur (weiteren) Digitalisierung ist entscheidend. Dies erfordert die Ausstattung des Teams mit dem notwendigen Wissen. Der DGB-Index zeigt, dass die Mitbestimmung von Betriebs- und Personalräten die Digitalisierung der Arbeit verbessert und die Zufriedenheit der Mitarbeiter mit den Veränderungsprozessen steigert. Klare Leitplanken sind notwendig, um sicherzustellen, dass die Digitalisierung die Arbeitsbedingungen verbessert und nicht verschlechtert.

Beruf der Woche: Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker

Als Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker in der Fachrichtung Karosseriebautechnik übernimmt man verantwortungsvolle Aufgaben in der Konstruktion, Herstellung, Montage, sowie der Prüfung und Kontrolle von Karosserien und Karosserieteilen.

Voraussetzungen

Für die dreieinhalbjährige Ausbildung wird ein guter Haupt- oder Realschulabschluss, ein solides technisches Verständnis und körperliche Belastbarkeit vorausgesetzt.

Tätigkeiten

In diesem Berufsfeld konzentriert man sich auf die Konstruktion, Prüfung und Montage von Karosserien, Karosserieteilen und Aufbauten. Auch die Instandhaltung, Schadensbeurteilung und Dokumentation gehören zu den Aufgaben.

Karriereperspektiven

Nach der Ausbildung kann man verschiedene Wege einschlagen:

  • Allgemeine Perspektiven: Man kann vielseitige und abwechslungsreiche Aufgaben in diesem Berufsfeld übernehmen.
  • Spezialisierung auf Karosserieinstandhaltungstechnik: Wenn man sich auf Karosserieinstandhaltungstechnik spezialisiert, steht die Analyse von Schäden auf dem Lehrplan.
  • Letzte Monate der Ausbildung: In den letzten Monaten der Ausbildung fokussiert man sich auf das Umbauen, Aus- und Umrüsten von Karosserien, Fahrgestellen und Aufbauten.

Spezialisierungsmöglichkeiten

Man kann sich auch auf Caravan- und Reisemobiltechnik spezialisieren.

Ausbildungsinhalte

Während der dreieinhalbjährigen Ausbildung erlernt man unter anderem:

  • Fachgerechte Wartung und Inspektion von Fahrzeugen und Systemen
  • Prüfung und Handhabung einfacher Baugruppen
  • Erkennen und Beheben von Funktionsstörungen
  • Herstellung von Fahrzeugteilen aus Metall
  • Kundenberatung und Umsetzung von Wünschen, wenn möglich

Dualausbildung

Die Ausbildung ist dual angelegt, das bedeutet, dass man sowohl in seinem Ausbildungsunternehmen als auch in der Berufsschule lernt.

Anforderungen an Auszubildende

Als angehender Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker bringt man idealerweise folgende Fähigkeiten und Talente mit:

  • Guter Haupt- oder Realschulabschluss
  • Gutes technisches Verständnis
  • Körperliche Belastbarkeit
  • Interesse an praktisch-konkreten Tätigkeiten
  • Spaß an prüfenden Tätigkeiten

Weiterbildungsmöglichkeiten

Um beruflich erfolgreich zu sein, ist es wichtig, sich fortlaufend weiterzubilden. Mögliche Weiterbildungsmöglichkeiten sind:

  • Betriebsassistent im Karosseriebau: Eine Zusatzqualifikation während der Ausbildung, die einen steilen Karriereverlauf ermöglichen kann.
  • Techniker: Eine zweijährige Weiterbildung, die die Kenntnisse in Entwurf, Produktion, Umbau und Vertrieb vertieft.
  • Meister: Die Meisterausbildung kann in Voll- oder Teilzeit absolviert werden und bietet die Möglichkeit, selbst Lehrlinge auszubilden.
  • Studium: Mit (Fach-)Abitur oder Meistertitel ist ein Studium in Maschinenbau, Fahrzeugtechnik oder Mechatronik möglich.

Betriebliches Gesundheitsmanagement: Für das Wohl von Mitarbeitern und Unternehmen

Die Bedeutung des betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) in Unternehmen gewinnt zunehmend an Relevanz. Es handelt sich dabei um einen strategischen Ansatz, der darauf abzielt, die Gesundheit und das Wohlbefinden der Mitarbeiter zu fördern, um langfristig die Leistungsfähigkeit des gesamten Unternehmens zu steigern.

Definition des betrieblichen Gesundheitsmanagements

Betriebliches Gesundheitsmanagement bezieht sich auf alle Maßnahmen, die darauf abzielen, die Gesundheit der Mitarbeiter in einem Unternehmen zu fördern und zu erhalten. Dabei geht es nicht nur um die Vermeidung von Krankheiten, sondern auch um die Förderung eines ganzheitlichen Wohlbefindens. Ziel ist es, ein gesundheitsförderliches Arbeitsumfeld zu schaffen und die individuelle Gesundheit der Mitarbeiter nachhaltig zu stärken.

Maßnahmen im betrieblichen Gesundheitsmanagement

  1. Gesundheitsförderliche Arbeitsplatzgestaltung: Die physische Arbeitsumgebung spielt eine entscheidende Rolle. Ergonomische Büromöbel, ausreichend Tageslicht und Ruhezonen tragen dazu bei, Stress zu reduzieren und die Produktivität zu steigern.
  2. Gesundheitsvorsorge und -untersuchungen: Regelmäßige Gesundheitschecks und Impfungen sind wichtige Instrumente, um frühzeitig potenzielle gesundheitliche Risiken zu erkennen und zu minimieren.
  3. Betriebssport und Bewegungsprogramme: Sportliche Aktivitäten am Arbeitsplatz fördern nicht nur die körperliche Gesundheit, sondern stärken auch das Teamgefühl und die Motivation.
  4. Psychosoziale Unterstützung: Stressmanagement und psychologische Unterstützung helfen dabei, den mentalen Belastungen des Arbeitsalltags entgegenzuwirken.

Umsetzungsmöglichkeiten in Unternehmen

  1. Analyse der Arbeitsbedingungen: Eine umfassende Analyse der Arbeitsbedingungen ist der erste Schritt. Dabei sollten nicht nur physische, sondern auch psychosoziale Aspekte berücksichtigt werden.
  2. Partizipation der Mitarbeiter: Die Einbindung der Mitarbeiter in den Gestaltungsprozess des betrieblichen Gesundheitsmanagements ist entscheidend. Ihre Bedürfnisse und Anliegen sollten ernst genommen und in die Planung von Maßnahmen einbezogen werden.
  3. Schulungen und Sensibilisierung: Mitarbeiter sollten für die Bedeutung von Gesundheit sensibilisiert werden. Schulungen zu Themen wie Stressmanagement, gesunde Ernährung und Bewegung tragen zur Bewusstseinsbildung bei.
  4. Evaluierung und Anpassung: Ein kontinuierlicher Evaluationsprozess ermöglicht es, die Wirksamkeit der getroffenen Maßnahmen zu überprüfen und gegebenenfalls Anpassungen vorzunehmen.

Betriebliches Gesundheitsmanagement ist mehr als nur eine Modeerscheinung. Es ist ein entscheidender Faktor für den langfristigen Erfolg von Unternehmen. Die Investition in die Gesundheit der Mitarbeiter zahlt sich nicht nur in Form gesteigerter Produktivität aus, sondern trägt auch zur Schaffung einer positiven Unternehmenskultur bei. Unternehmen, die auf die Gesundheit ihrer Mitarbeiter setzen, legen den Grundstein für nachhaltigen Erfolg und Wettbewerbsfähigkeit in einer zunehmend anspruchsvollen Arbeitswelt.

Beruf der Woche: Fachlagerist

In der Position des Fachlageristen liegt die Verantwortung für einen reibungslosen Ablauf bei der Entgegennahme, Überprüfung, Beförderung und Lagerung der Waren. Dazu zählen auch die Bestandskontrolle sowie das Zusammenstellen von Ladeeinheiten für den Export.

Ausbildungsdauer und Voraussetzungen

Die Ausbildungsdauer beträgt zwei Jahre, wobei grundlegende Voraussetzungen wie ein Hauptschulabschluss, gute Mathematik- und Englischkenntnisse sowie Teamfähigkeit gefordert sind.

Tätigkeiten nach der Ausbildung

Nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung nimmt der Fachlagerist eine Schlüsselposition ein, insbesondere bei der Verwaltung von Waren in verschiedenen Unternehmen. Hierzu gehören die Annahme von Gütern, die Überprüfung anhand von Begleitpapieren und die sachgemäße Lagerung unter Einsatz moderner Informations- und Kommunikationssysteme.

Praxis in großen Regallagern

In großen Regallagern behält der Fachlagerist stets den Überblick. Neben Bestandskontrollen verpackt er Güter für den Versand und ist verantwortlich für das Kommissionieren und Zusammenstellen von Ladeeinheiten.

Ausbildungsinhalte

Die Ausbildungsinhalte umfassen das Prüfen eingehender Waren auf Vollständigkeit, den Transport mithilfe von verschiedenen Fördergeräten und die Sicherung der Qualität während Lagerung und Versand.

Anforderungen an Auszubildende

Idealerweise sollte man folgende Fähigkeiten und Talente mitbringen:

  • Hauptschulabschluss
  • Gute Noten in Mathematik und Englisch
  • Erfahrung mit Datenverarbeitungstechnik
  • Ordnungsliebend und sorgfältig
  • Teamfähigkeit
  • Bereitschaft, tatkräftig anzupacken
  • Organisationstalent
  • Interesse an Waren und ihrem Umgang

Weiterbildungsmöglichkeiten

Um die Kenntnisse aktuell zu halten, stehen verschiedene Weiterbildungsmöglichkeiten offen, darunter:

  • Ausbildung zum Fachlageristen
  • Prüfung zur Fachkraft für Lagerlogistik
  • Meisterprüfung im Bereich Lagerwirtschaft
  • Studium zum/zur Betriebswirt/in für Logistik

Mit einem erfolgreich abgeschlossenen Studium kann man Führungsfunktionen auf mittlerer Ebene übernehmen.

Welche Versicherungen sind zum Ausbildungs- oder Berufsstart sinnvoll?

Mit dem Beginn der Ausbildung oder des ersten Jobs sollten sich junge Menschen gegen existenzbedrohende Risiken selbst versichern, über die sie bisher vielleicht noch bei den Eltern mitversichert oder generell noch gar nicht versichert waren.

1. Unverzichtbare Versicherungen

Risikoversicherungen für den finanziellen Schutz

Es ist essenziell, sich gegen existenzbedrohliche Risiken abzusichern. Bei Schäden in Millionenhöhe, die den Ruin bedeuten könnten, ist eine entsprechende Absicherung unumgänglich.

Krankenversicherung

Gemäß Gesetz sind Auszubildende in der Gesetzlichen Krankenversicherung versicherungspflichtig. Für Reisen ins Ausland, privat oder beruflich, ist eine Auslandsreisekrankenversicherung notwendig. Zusatzversicherungen zur Krankenversicherung sollten hingegen wohlüberlegt abgeschlossen werden.

Berufsunfähigkeitsversicherung

Nach Unfällen oder Krankheiten entfällt das Krankengeld der gesetzlichen Krankenversicherung nach kurzer Zeit. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist daher unerlässlich, um umfassenden Schutz gegen dauerhaften Einkommensausfall zu gewährleisten.

Privathaftpflichtversicherung

Nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch haftet man unbegrenzt für Schäden, die anderen zugefügt werden. Daher ist eine Privathaftpflichtversicherung unverzichtbar, vor allem nach Ausbildungsende oder Heirat.

Kfz-Haftpflichtversicherung

Die Zulassung eines Fahrzeugs ist ohne Kfz-Haftpflichtversicherung nicht möglich. Halter von Kraftfahrzeugen sind gesetzlich dazu verpflichtet, diese Versicherung abzuschließen.

Sonstige Haftpflichtversicherungen

Je nach speziellem Risiko können zusätzliche Haftpflichtversicherungen für Pferde- und Hundehalter, Jäger, Surfer, Kiter, Bootseigentümer oder Vermieter notwendig sein.

2. Wichtige Versicherungen in besonderen Situationen

Hausratversicherung

Für den Fall, dass der gesamte Hausrat durch Schäden, wie z.B. einem Brand, ersetzt werden muss, ist eine Hausratversicherung ratsam. Bei ausziehenden Kindern kann die elterliche Hausratversicherung eventuell Schutz bieten.

Kfz-Kaskoversicherungen

Besitzer von Neufahrzeugen oder wertvollen Gebrauchtfahrzeugen sollten eine Kaskoversicherung abschließen. Diese schützt vor Schäden durch Brand, Diebstahl, Unwetter und mehr.

Unfallversicherung

Obwohl nur etwa zehn Prozent der dauerhaften Einkommensausfälle auf Unfälle zurückzuführen sind, kann eine Unfallversicherung in speziellen Fällen zusätzlichen Schutz bieten.

Rechtsschutzversicherung

Ist eine Rechtsschutzversicherung der Eltern vorhanden, sind Auszubildende oft bereits mitversichert, wodurch der Abschluss einer eigenen Police entfallen kann.

Zusatzversicherungen zur Krankenversicherung

Zusatzversicherungen wie Zahnzusatzversicherung sollten erst in Betracht gezogen werden, wenn grundlegende Lebensrisiken bereits abgesichert sind.

Vorsorge für den Todesfall

Im Falle von Hinterbliebenen, die auf finanzielle Unterstützung angewiesen sind, ist eine Risikolebensversicherung sinnvoll, um ausreichenden Schutz zu gewährleisten.

Altersvorsorge

Die gesetzliche Rente reicht oft nicht aus, daher ist private Altersvorsorge wichtig. Die Riester-Rente und betriebliche Altersvorsorge sind Optionen, ebenso wie Bank- und (ETF)-Fondssparpläne.

Wohngebäudeversicherung

Besitzer von Wohneigentum sollten eine Wohngebäudeversicherung abschließen, um sich gegen finanzielle Folgen von Sachschäden zu schützen.

3. Weniger notwendige Versicherungen

Glasbruchversicherung

Da der Bruch einer Glasscheibe kein erhebliches finanzielles Risiko darstellt, ist diese Versicherung meist unnötig.

Fahrraddiebstahlversicherung

Für gewöhnliche Fahrräder ist eine zusätzliche Versicherung oft überflüssig, da Hausratversicherung dies bereits abdeckt.

Reisegepäckversicherung

Die zahlreichen Einschränkungen bei Reisegepäckversicherungen machen den Abschluss oft überflüssig. Hausratversicherung bietet oft ausreichenden Schutz.

Insassenunfallversicherung

Da Kfz-Haftpflichtversicherungen bereits berechtigte Schadenersatzansprüche abdecken, ist diese Versicherung meist überflüssig.

Versicherungen für gekaufte Geräte

Verträge für Versicherungen von elektronischen Geräten sind oft teuer und meist unnötig, da die meisten Geräte ersetzbar sind.

Beruf der Woche: Elektroniker für Betriebstechnik

Elektroniker für Betriebstechnik sind Fachleute, die sich auf die Installation von elektrischen Bauteilen und Anlagen spezialisiert haben. Ihr Einsatzgebiet erstreckt sich von der Energieversorgung über industrielle Betriebsanlagen bis zu modernen Gebäuden.

Voraussetzungen für die Ausbildung

Die Ausbildung zum Elektroniker für Betriebstechnik dauert in der Regel 3,5 Jahre. Für eine erfolgreiche Ausübung dieses Berufs sind technisches Verständnis, handwerkliches Geschick, gute Kenntnisse in Mathe und Physik sowie ein sehr guter Realschulabschluss oder Abitur erforderlich.

Tätigkeiten im Beruf

Die Aufgaben eines Elektronikers für Betriebstechnik umfassen das Verlegen und Anschließen von Leitungen und Kabeln, die Installation elektrischer Anlagen sowie das Beheben von Störungen.

Berufsprofil im Detail

Als Elektroniker für Betriebstechnik ist man der Experte für Kabel, Anschlüsse, Schalter und Antriebe. Man gewährleistet die fachgerechte Installation und Wartung elektrischer Anlagen, sowohl in kleinen Industriebetrieben als auch in großen Einrichtungen wie Flughäfen oder Krankenhäusern.

Aufgaben nach der Ausbildung

Nach der Ausbildung beherrscht man die Kunst, große Maschinen mit der erforderlichen Energie zu versorgen. Man arbeitet mit mehreren hundert Volt und ist somit der Herrscher über Spannung und Strom.

Ausbildungsinhalte im Überblick

Während der dualen Ausbildung lernt man unter anderem, Arbeitsabläufe zu planen, Baugruppen zu montieren, Kalkulationen durchzuführen und elektrische Anlagen zu beurteilen.

Voraussetzungen und Talente für die Ausbildung

Gute Noten in Mathe und Physik, handwerkliches Geschick, ein Grundverständnis für elektrische Schaltungen sowie Spaß im Umgang mit Computern und Software sind ideale Voraussetzungen für angehende Elektroniker für Betriebstechnik.

Weiterbildungsmöglichkeiten

Ständige Entwicklungen in Energienetzen, Energieverteilungsanlagen und Produktionsanlagen erfordern kontinuierliche Weiterbildung. Mögliche Schritte nach der Ausbildung sind fachliche Anpassungsweiterbildungen, Industriemeister der Fachrichtung Elektrotechnik, Techniker der Fachrichtung Elektrotechnik oder ein Studium im Bereich Elektrotechnik oder Mechatronik.

Fachliche Anpassungsweiterbildung und Studium

Elektroniker für Betriebstechnik können sich in verschiedenen Bereichen weiterbilden, darunter SPS-Technik, Hydraulik und elektrische Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik. Mit (Fach-)Abitur oder Meistertitel steht auch ein Studium offen, das zum Bachelorabschluss in Elektrotechnik oder Mechatronik führen kann.

Ausbildungsmesse Stollberg am 11.11.2023

Auf der MAKERZ-Messe stellen 100 Unternehmen aus verschiedenen Sektoren der produzierenden Industrie, darunter Metall, Kunststoff, Holz, Papier und Textil, den interessierten Schülern ihre Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten vor. Ebenso informieren Bereiche wie Sozial- und Gesundheitswesen, Verwaltung, Handel und Hotellerie.

Wann: Samstag, 11.11.2023, 10 – 15 Uhr
Wo: Sporthalle des Carl-von-Bach-Gymnasiums, Parkstr. 8, 09366 Stollberg

Aus der M+E-Industrie sind folgende Unternehmen vertreten: