Ganz gleich ob zum Zuschneiden von Textilien, zum Fertigen von Autobauteilen oder zur Verpackung von Tütensuppen: In allen möglichen Industriezweigen werden heutzutage Maschinen eingesetzt. Teilweise ersetzen sie einzelne Fertigungsschritte, an anderer Stelle komplette Produktionsprozesse. Um all die benötigten Geräte und Anlagen zu montieren, zu warten und instand zu halten, braucht ein Betrieb natürlich jede Menge fähige Technik-Fachkräfte. Genauer gesagt: Industriemechaniker und Industriemechanikerinnen.
Alles zu diesem spannenden Beruf, wie Voraussetzungen und Aufgaben sowie passende Unternehmen für einen Ausbildungsplatz oder einen Job in diesem Bereich in deiner Nähe, findest du hier.
Bald ist die Schule geschafft und du deinen Abschluss schon fast in der Tasche? Super! Damit ist der erste große Schritt deiner Karriere geschafft. Eine zentrale Frage, die du dir jetzt stellst: Welcher Beruf passt zu mir? Vielleicht eine Ausbildung im Bereich Elektrotechnik oder vielleicht doch Werkzeugmechanik?
Die Unternehmen wissen am besten, welche Mitarbeiter sie an welchem Arbeitsplatz brauchen. Wenn der Gesetzgeber Ausbildungsberufe neu ordnet, sind daher auch betriebliche Praktiker beider Sozialpartner beteiligt.
Neben den 2020 neugeordneten IT-Berufen Fachinformatiker, IT-System-Elektroniker, Kaufmann für Digitalisierungsmanagement und Kaufmann für IT-System-Management wurde auch der für die M+E-Industrie wichtige Beruf des Kaufmanns für Groß- und Außenhandelsmanagement modernisiert. Aufgrund der wachsenden Bedeutung von E-Business, Prozess- und Schnittstellenmanagement sowie projektförmiger Arbeit haben sich die Kompetenzanforderungen für Kaufleute im Groß- und Außenhandelsmanagement verändert.
Neu in der Ausbildungsordnung ist die Berufsbildposition „Elektronische Geschäftsprozesse (E-Business)“. Hierunter fällt zum Beispiel die Verwendung von E-Business-Systemen zur Ressourcenplanung und zur Verwaltung von Kundenbeziehungen. Die große Bedeutung von projektförmiger Arbeit wird unter anderem durch neue Inhalte im Bereich des Projektmanagements abgebildet. In den beiden Fachrichtungen Großhandel und Außenhandel gibt es ebenfalls Veränderungen. So wurden beispielsweise in der Fachrichtung Großhandel Inhalte zum Retourenmanagement ergänzt; in der Fachrichtung Außenhandel wurden Inhalte internationaler Berufskompetenzen erweitert.
Mit den Industriekaufleuten steht einer der ausbildungsstärksten kaufmännischen Berufe in der M+E-Industrie vor einer Neuordnung. 2021 wurden rund 15.000 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen. Die Sozialpartner planen den Start für die modernisierte Ausbildung im August 2023.
Neue Ausbildungsstandards für alle Berufe
Mit der Modernisierung der industriellen Metall- und Elektroberufe im Jahr 2018 hatte die M+E-Industrie als erste Branche Themen rund um die Industrie 4.0, Digitalisierung und Datensicherheit in die Ausbildungsordnungen aufgenommen.
Nun wurden durch den Hauptausschuss des Bundesinstitutes für Berufsbildung (BIBB) für alle ab 2021 neu zu ordnenden Berufe neue Standardberufsbildpositionen eingeführt:
Digitalisierte Arbeitswelt
Umweltschutz und Nachhaltigkeit
Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit
Organisation des Ausbildungsbetriebes, Berufsbildung, Arbeits- und Tarifrecht
Zu den zu vermittelnden Kompetenzen gehören zum Beispiel der bewusste Umgang mit digitalen Medien und Daten, kommunikative und soziale Kompetenzen sowie gesellschaftliche Vielfalt und gegenseitige Wertschätzung. Ebenso zählt der vorausschauende Umgang zur Verbesserung nachhaltigen Handelns unter Berücksichtigung ökonomischer, ökologischer und sozialer Aspekte im eigenen Arbeitsumfeld zu den künftigen Mindestinhalten für alle Ausbildungsberufe.
Laut einer Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft blieben im letzten Jahr 63.000 Ausbildungsstellen unbesetzt. Das sind 12 Prozent des Ausbildungsangebotes. Auch in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen blieben viele Stellen offen. Für kleinere Betriebe kann das zu einem großen Problem werden. In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen blieben 12 bis 16 Prozent der Ausbildungsstellen im vergangenen Jahr unbesetzt Gründe dafür sind der demografische Wandel, die räumliche Entfernung zum Ausbildungsort oder die schulischen Leistungen. Bis zum Sommer werden nicht alle Stellen besetzt werden können, weiß Frank Vollgold von der Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit aus Erfahrung: „Wir haben im vergangenen Ausbildungsjahr knapp 20.000 Ausbildungsstellen gemeldet bekommen und bis September waren über 2.700 noch unbesetzt. Das heißt: 13 Prozent blieben unbesetzt und das ist sozusagen jede achte Ausbildungsstelle, die uns gemeldet wurde.“
In Sachsen-Anhalt blieben im letzten Jahr rund 12 Prozent aller Stellen frei, in Thüringen sogar fast 16 Prozent. Ein Grund dafür ist der demografische Wandel. So wurden etwa in Sachsen seit über 10 Jahren mehr Lehrstellen bei der Arbeitsagentur gemeldet, als sich überhaupt junge Menschen als Bewerber bei der Berufsberatung registriert haben.
Zahlreiche vogtländische Unternehmen aus nahezu allen Wirtschaftsbereichen zeigen ihr Leistungsspektrum und präsentieren viele interessante Ausbildungs- sowie Beschäftigungsmöglichkeiten für die kommenden Jahre. Trete mit ihnen in Kontakt, um dich vorzustellen oder um interessante Informationen zum Unternehmen und Wunschberuf aus erster Hand vom Ausbildungsverantwortlichen des Unternehmens zu erfahren. Weitere Details findest du hier.
Wann? Donnerstag, 7. Juli 2022 von 14:00 – 18:00 Uhr
Wo? Vogtlandstadion Plauen Nach dem Stadion 25 08525 Plauen
Als zwei der besten Auszubildenden der sächsischen Metall- und Elektroindustrie zeichnete der Arbeitgeberverband SACHSENMETALL gemeinsam mit der Johann-Andreas-Schubert-Stiftung Hugo Hamann und Max Stahn von Koenig & Bauer aus.
Hugo Hamann gehört in der Kategorie „Industrieller Elektroberuf“ zu den Besten der Besten in Sachsen. Bereits im Juni 2021 schloss er seine Berufsausbildung zum Mechatroniker mit dem Gesamtergebnis sehr gut (95 Punkte) ab. Zu den praktischen Schwerpunkten der Ausbildung gehörten unter anderem die Bereiche pneumatische/elektrische Installation, Montage und SPS-Programmierung.
Max Stahn gehört in der Kategorie „Industrieller Metallberuf“ zu den Besten Sachsens. Seine Berufsausbildung zum Zerspanungsmechaniker schloss er im Februar 2021 mit dem Gesamtergebnis sehr gut (94 Punkte) ab. Die Fertigung von anspruchsvollen Werkstücken an CNC-gesteuerten Werkzeugmaschinen, das Bedienen und die Wartung von konventionellen Dreh- und Fräsmaschinen gehörten dabei zu den praktischen Schwerpunkten seiner Ausbildung.
Das Ergebnis unterstreiche die sehr hohe Qualität der betrieblichen Ausbildung bei Koenig & Bauer in Radebeul, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens. Ohne Begleitung und Unterstützung der Verantwortlichen in der Ausbildung und in den betreuenden Fachabteilungen seien solche herausragenden Leistungen nicht möglich. Deshalb dankte Sachsenmetall auch dem Leiter der Berufsausbildung, Jochen Mann, sowie den zuständigen Ausbildungsmeistern Ingolf Richter und Jens Mittwoch für ihr Engagement. Aus dem Koenig & Bauer-Standort Radebeul kommen, wie Sachsenmetall unterstreicht, “seit Jahrzehnten mit hoher Regelmäßigkeit die besten Auszubildenden der sächsischen Metall- und Elektroindustrie”.
Zur Preisverleihung trafen sich (v.l.n.r.) Jochen Mann, Leiter Berufsausbildung Koenig & Bauer Radebeul; Matthias Matz, stellvertretender Hauptgeschäftsführer SACHSENMETALL; die Preisträger Max Stahn und Hugo Hamann von Koenig & Bauer, sowie Günter Drossel, Geschäftsführer Koenig & Bauer Industrial. (Bild: Koenig & Bauer AG)
Seit vielen Jahren informiert der M+E-Truck an Schulen und Messen über die Ausbildungsberufe und der Metall- und Elektrobranche.
In unserem Truck bekommst du die Möglichkeit, an M+E-typischen Arbeitsplätzen technische Zusammenhänge kennenzulernen und zu erleben. Hier kannst du an computergesteuertem CNC-Fräsmaschinen programmieren und ein Werkstück selbst fertigen. Ein Aufzugmodell demonstriert dir anschaulich, warum eine intelligente IT-Steuerung die Wartezeit für die Nutzer deutlich reduziert. Begleitet wird alles interaktiv auf Tablets.
Neugierig geworden? Hier siehst du, wann der M+E-Truck an deiner Schule bzw. bei einem Unternehmen in deiner Nähe ist:
Noch keine Idee wie es nach der Schule weitergeht?
Dann komm zum „Aktionstag Ausbildung“ am 12. April 2022. Nutze die einmalige Chance, gleich mit mehreren Ausbildungsunternehmen in Kontakt zu kommen! An elf verschiedenen Standorten des Bildungswerkes der Sächsischen Wirtschaft (bsw) präsentieren sich 139 Unternehmen aus der Region. Wähle deine fünf Unternehmen aus, die du gern kennenlernen möchtest.
Neugierig geworden? Weitere Informationen findest du auf der Seite des bsw. Melde dich gleich noch heute an einem Bildungszentrum in deiner Nähe an und lerne spannende Unternehmen kennen.
Ob typisch oder nicht – bei der Berufswahl steht deine Entscheidung im Mittelpunkt. Wobei, was ist schon „typisch“? Oft tendieren Mädchen zu sozialen, künstlerischen oder sprachlichen Ausbildungsberufen und Studiengängen. Dagegen begeistern sich Jungs eher für Technik, Informatik und Naturwissenschaften.
Doch wie ist es bei dir? Am Girls’- und Boys’Day hast du die Gelegenheit in Berufe reinzuschnuppern, in denen überwiegende Frauen oder Männer arbeiten. Alle Angebote findest du im Girl’Day– oder im Boys’Day-Radar. Mitmachen können alle Schülerinnen und Schüler ab der 5. Klasse.
Bevor du dich für eine Veranstaltung anmeldest, musst du dich registrieren (Mädchen/Jungs). Wichtig: Kläre vorab mit deinen Eltern und Lehrern, ob eine Teilnahme erlaubt ist.
Habt ihr schon eine Idee, was ihr nach der Schule machen wollt und in welchem Beruf ihr dann arbeiten möchtet? Ist eher eine Ausbildung oder ein Studium das Richtige? Wisst ihr, wo und wie ihr euch für ein Praktikum bewerben könnt? Mit SCHAU REIN! – Woche der offenen Unternehmen Sachsen habt ihr vom 14. bis 19. März 2022 die Gelegenheit, Antworten auf eure Fragen zu bekommen.
In ganz Sachsen öffnen in diesem Jahr Unternehmen ihre Türen und gewähren euch einen Einblick in ihren Arbeitsalltag. Dort kommt ihr mit Azubis und Mitarbeitern ins Gespräch und könnt euch selbst praktisch ausprobieren.
Was könnt ihr bei SCHAU REIN! erleben?
SCHAU REIN! bietet zahlreiche Möglichkeiten, je nachdem was euch interessiert:
Für »Neugierige« (7./8.Klasse): Ihr wisst noch nicht, wohin eure berufliche Reise gehen soll?
Die Angebote der Unternehmen sind vielfältig: Ihr könnt euch über euren Berufswunsch informieren, aber auch für euch bisher unbekannte Berufe entdecken.
Findet heraus, wo eure Stärken liegen und probiert euch in den Branchen aus, die euch liegen.
Für »Reisende« (9./10. Klasse): Berufliche Zukunft ist euch kein Fremdwort, aber die genaue Richtung steht noch in den Sternen?
Die Veranstaltungen sucht ihr euch nach euren eigenen Interessen und persönlichen Vorlieben aus.
Ihr seid nicht mit der ganzen Klasse, sondern selbstständig oder zusammen mit eurer/eurem Freundin unterwegs.
Ihr tauscht euch mit Auszubildenden aus und findet Ansprechpartnerinnen für Praktika und Ferienjobs.
Für »Entdecker*innen« (11./12./13. Klasse): Ihr habt euch schon für eine Ausbildung oder für ein Studium entschieden?
Ihr kommt mit Auszubildenden, Mitarbeiterinnen und Geschäftsführerinnen ins Gespräch, informiert euch über Ausbildungsplätze und die dafür notwendigen Bewerbungskriterien.
Ihr lernt das Unternehmen kennen und könnt euch praktisch ausprobieren.
Ihr erfahrt in den Unternehmen auch von Berufen, die ein Studium voraussetzen.
Auf www.schau-rein-sachsen.de könnt ihr Angebote buchen, nachdem ihr euch mit eurer E-Mail-Adresse registriert habt. Mit der SCHAU-REIN!-Fahrkarte fahrt ihr kostenlos zu den Veranstaltungen in ganz Sachsen.
Wenn ihr Fragen habt, wendet euch an eure Lehrkräfte, die Berufsberater eurer Schule oder an die Agentur für Arbeit. SCHAU REIN! läuft in ganz Sachsen, eure Lehrkräfte und die Berufsberaterinnen sind informiert und helfen euch gern weiter.