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7. Juni 2024

Beruf der Woche: Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik

Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik fertigen Bauteile und Baugruppen aus polymeren Werkstoffen. Sie wählen die geeigneten Fertigungsverfahren und Materialien aus, richten Maschinen und Anlagen ein, überwachen den Produktionsprozess und prüfen die Qualität der Produkte.

Voraussetzungen

Für die dreijährige Ausbildung sind ein guter Haupt- oder Realschulabschluss, ein gutes räumliches und technisches Vorstellungsvermögen sowie Interesse an mathematischen, physikalischen und chemischen Zusammenhängen erforderlich.

Tätigkeitsbereiche

Während der Ausbildung lernen Verfahrensmechaniker, Bauteile und Baugruppen herzustellen und zu härten. Nach der Ausbildung können sie beispielsweise in der Fachrichtung Faserverbundtechnologie die Fertigung von Faserverbundbauteilen planen. Dies umfasst die Auswahl und Anwendung von Laminier-, Wickel-, Press-, Spritzguss-, Umform- und Faserharzspritzen-Verfahren sowie die Auswahl geeigneter Reaktionsmittel, Faserarten, Stützwerkstoffe, Füllmaterialien und Trennmittel.

Produktionsüberwachung und Qualitätssicherung

Verfahrensmechaniker überwachen den gesamten Produktionsablauf, greifen bei Störungen ein und überprüfen die Qualität der Erzeugnisse. Sie sorgen auch dafür, dass die Werkzeuge, Maschinen und Anlagen stets betriebsbereit sind, stellen Materialien bereit und dokumentieren die Arbeitsabläufe.

Ausbildungsinhalte

In der dreijährigen dualen Ausbildung lernen Verfahrensmechaniker:

  • Herstellung von Bauteilen und Baugruppen sowie Rohrsystemen
  • Mischen und Herstellen von Farbgranulaten und Verbundstoffen
  • Bedienen, Befüllen und Überwachen von Maschinen
  • Optimieren maschineller Einstellungen

Fachrichtungen

Vor Beginn der Ausbildung können die Auszubildenden aus sieben Fachrichtungen wählen: Bauteile, Compound- und Masterbatchherstellung, Faserverbundtechnologie, Formteile, Halbzeuge, Kunststofffenster oder Mehrschichtkautschukteile.

Die Ausbildung erfolgt dual, das heißt, die Auszubildenden lernen sowohl in ihrem Ausbildungsunternehmen als auch in der Berufsschule.

Voraussetzungen und Talente

Für die Ausbildung sollten die Bewerber folgende Fähigkeiten und Interessen mitbringen:

  • Ein guter Haupt- oder Realschulabschluss
  • Gutes räumliches und technisches Vorstellungsvermögen
  • Interesse an mathematischen, physikalischen und chemischen Zusammenhängen
  • Handwerkliches Geschick

Weiterbildungsmöglichkeiten

Um im Beruf erfolgreich zu bleiben, ist es wichtig, das berufliche Wissen aktuell zu halten. Verfahrensmechaniker haben verschiedene Weiterbildungsmöglichkeiten:

  • Meister/Industriemeister: Mit dieser Weiterbildung, die 6 bis 24 Monate dauert, kann man mehr Verantwortung übernehmen und Mitarbeiter führen.
  • Techniker: Diese Weiterbildung ermöglicht es, Produktionsprozesse zu leiten und dauert zwei Jahre.
  • Studium: Mit einer Hochschulzugangsberechtigung besteht die Möglichkeit, ein Studium zu absolvieren, beispielsweise im Bereich Kunststofftechnik, um Ingenieur zu werden.