4. September 2023

Beruf der Woche: Industrieelektriker

In der Welt der Elektroinstallationen sind Industrieelektriker unverzichtbar. Sie sind die Experten, wenn es darum geht, Leitungen zu verlegen, Geräte und Anlagen zu montieren und Schaltgeräte zu verdrahten. Ihre Hauptmission: sicherstellen, dass alles einwandfrei funktioniert und die elektrischen Geräte reibungslos laufen.

Die Schnellroute zur Karriere

Für diejenigen, die gerne an elektrischen Geräten herumtüfteln und schnell ins Berufsleben starten möchten, ist die Ausbildung zum Industrieelektriker ideal. Mit einer Ausbildungsdauer von nur 2 Jahren verdienen sie schneller Geld und haben die Möglichkeit, später eine Ausbildung zum Elektroniker für Betriebstechnik oder Elektroniker für Geräte und Systeme zu absolvieren, wobei ihre bisherige Ausbildung angerechnet wird.

Ausbildungsinhalte

Während der zweijährigen Ausbildung lernen Industrieelektriker:

  • Bauteile und Baugruppen zu montieren und zu demontieren.
  • Elektrische Größen zu messen, zu bewerten und zu berechnen.
  • Aufträge zu analysieren.
  • Die störungsfreie Arbeit von Anlagen und Systemen sicherzustellen.
  • Zur ständigen Verbesserung der Arbeitsabläufe beizutragen.
  • Normen, Vorschriften und Regeln zur Sicherung der Produktqualität anzuwenden.

Die Schwerpunkte der Ausbildung variieren je nach Fachrichtung. In der Fachrichtung Betriebstechnik erlernen die Auszubildenden:

  • Die Änderung und Erweiterung betriebstechnischer Anlagen.
  • Das Verdrahten und Zusammenbauen von Schaltgeräten.
  • Die Überwachung von Anlagen und die Analyse von Störungen.
  • Die Einweisung von Nutzern in die Bedienung der Anlagen.
  • In der Fachrichtung Geräte und Systeme konzentrieren sie sich auf:
  • Die Herstellung elektronischer Geräte und Systeme.
  • Die Analyse elektrischer Systeme und die Prüfung ihrer Funktion.
  • Die Installation und Konfiguration von Betriebssystemen und Programmen.
  • Die Sicherung der Produktqualität.

Die Ausbildung ist dual, das bedeutet, dass die Auszubildenden sowohl im Ausbildungsunternehmen als auch in der Berufsschule lernen.

Voraussetzungen und Talente

Um erfolgreich in diesem Berufsfeld zu sein, sollten angehende Industrieelektriker idealerweise die folgenden Fähigkeiten und Talente mitbringen:

  • Einen guten Haupt- oder Realschulabschluss.
  • Gute Noten in Mathematik, Physik, Informatik und Werken/Technik.
  • Interesse an elektronischen Geräten, Maschinen und Anlagen sowie technisches Verständnis.
  • Handwerkliches Geschick.
  • Sorgfalt und Genauigkeit.
  • Gutes räumliches Vorstellungsvermögen.
  • Teamfähigkeit.

Weiterbildungsmöglichkeiten

Für langfristigen beruflichen Erfolg ist es entscheidend, das Fachwissen kontinuierlich zu erweitern. Hier sind einige Weiterbildungsmöglichkeiten:

  • Geprüfter Industriemeister Elektrotechnik: Dies ermöglicht nicht nur bessere Verdienstmöglichkeiten, sondern auch die Möglichkeit, als Ausbilder für Industrieelektriker tätig zu werden.
  • Technischer Fachwirt: Diese Position verbindet technische und kaufmännische Kompetenzen und bietet vielfältige Tätigkeiten im mittleren oder oberen Management.
  • Technischer Betriebswirt: Dies ist eine Option für diejenigen, die sich eher im Büro sehen und in Bereichen wie Rechnungswesen, Personalwirtschaft, Projektplanung und Materialwirtschaft arbeiten möchten.