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7. August 2023

Beruf der Woche: Technischer Systemplaner

In der Bauindustrie spielen die präzise Planung und Konstruktion von Gebäuden und technischen Einrichtungen eine entscheidende Rolle. Hierbei übernehmen Technische Systemplaner eine zentrale Funktion, indem sie Materialien analysieren, Einsatzmöglichkeiten bestimmen und die erforderlichen Mengen berechnen. In enger Abstimmung mit Bauleitern und Architekten erstellen sie Pläne, die genaue Angaben zu Raummaßen, Leitungen und Anschlüssen enthalten.

Ausbildungsdauer und Voraussetzungen

Die Ausbildung zum Technischen Systemplaner erstreckt sich über einen Zeitraum von 3,5 Jahren. Um in diese spannende Tätigkeit einzusteigen, sind ein guter Haupt- oder Realschulabschluss sowie Freude an Computerarbeit und ein ausgeprägtes räumliches Vorstellungsvermögen von Vorteil. Weiterhin sind gute Noten in Mathematik und Physik, Sorgfalt, Genauigkeit bei der Arbeit, technisches Verständnis sowie Interesse an theoretisch-abstrakten und praktisch-konkreten Tätigkeiten wünschenswert.

Tätigkeiten und Aufgabenfelder: Die Vielfalt der Arbeit als Technischer Systemplaner

Technische Systemplaner sind verantwortlich für die Erstellung von Zeichnungen und Plänen gemäß den vorgegebenen Anforderungen. Dabei nutzen sie rechnergestützte Konstruktionstechniken, um Einzelteile und Baugruppen zu gestalten. Darüber hinaus führen sie fachrichtungsspezifische Berechnungen durch, um beispielsweise die genaue Größe eines Bauteils zu bestimmen. Auch die Anfertigung von Stücklisten sowie die Erstellung der zugehörigen technischen Begleitunterlagen gehören zu ihren Aufgaben. Der Beruf des Technischen Systemplaners ist breit gefächert und je nach gewählter Fachrichtung – wie Elektrotechnische Systeme, Stahl- und Metallbautechnik oder Versorgungs- und Ausrüstungstechnik – variieren die Tätigkeiten entsprechend.

Ausbildungsverlauf und Inhalte

Während der dreieinhalbjährigen Ausbildung zum Technischen Systemplaner erwirbt man eine Vielzahl von Fähigkeiten und Kenntnissen. Dazu gehört die Anfertigung von Zeichnungen und Plänen von Bauteilen, Grundrissen, Flächenmodellen und technischen Elementen. Die Anwendung von CAD-Software und speziellen 2D- und 3D-Programmen gehört ebenso dazu wie die Durchführung von Berechnungen zur genauen Bestimmung von Bauteilgrößen. Technische Systemplaner sind in der Lage, unterschiedliche Werkstoffe zu unterscheiden und die passende Montagetechnik zu bestimmen. Zusätzlich erlernen sie die Erstellung von Stücklisten und vertiefen ihr technisches Verständnis.

Überprüfung und Weiterbildungsmöglichkeiten: Fortschritt in der Karriere

Nach Abschluss der Ausbildung geht es direkt in die Praxis die erworbenen Fähigkeiten anwenden. Um jedoch langfristig erfolgreich zu sein und das berufliche Wissen auf dem aktuellen Stand zu halten, bieten sich verschiedene Weiterbildungsmöglichkeiten an. Unter anderem kann man den Titel „Staatlich geprüfter Techniker“ anstreben, der für Positionen im mittleren bis gehobenen Management qualifiziert. Diese Weiterbildung vertieft das Fachwissen und vermittelt zusätzliche Qualifikationen, darunter auch Führungskompetenzen.

Eine alternative Aufstiegsweiterbildung ist der „Geprüfte Technische Betriebswirt“, der sowohl technische als auch kaufmännische Aspekte abdeckt. Während dieser Fortbildung werden nicht nur technische Kenntnisse erweitert, sondern auch allgemeine betriebswirtschaftliche Themen wie Volks- und Betriebswirtschaftslehre sowie Produktions- und Absatzwirtschaft behandelt.

Die vielfältige Welt des Technischen Systemplaners

Der Beruf des Technischen Systemplaners bietet eine spannende und vielseitige Tätigkeit im Bereich der Bauindustrie. Mit fundierten Kenntnissen in Planung, Konstruktion und Berechnung tragen sie maßgeblich zur Umsetzung von Bauprojekten bei. Die dreieinhalbjährige Ausbildung vermittelt nicht nur das notwendige Fachwissen, sondern auch die praktischen Fertigkeiten, um in diesem dynamischen Berufsfeld erfolgreich zu agieren. Durch Weiterbildungsmöglichkeiten können Technische Systemplaner ihre Karriere weiter vorantreiben und in Führungspositionen aufsteigen.