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27. Juli 2023

Beruf der Woche: Industriekaufmann/-frau

Industriekaufleute spielen eine zentrale Rolle in industriellen Unternehmen, da sie sämtliche kaufmännischen Aspekte steuern. Ihre Tätigkeitsfelder sind vielseitig und umfassen Bereiche wie Materialwirtschaft, Marketing und Rechnungswesen.

Ausbildungsdauer und Voraussetzungen

Die Ausbildung zum Industriekaufmann oder zur Industriekauffrau dauert in der Regel drei Jahre. Um für diese Ausbildung geeignet zu sein, sollten Interessierte Freude an Kommunikation und Kundenkontakt haben, gute Noten in Mathematik und Englisch vorweisen können sowie einen soliden Realschulabschluss oder Abitur besitzen.

Tätigkeiten während der Ausbildung und danach

Während der Ausbildung werden angehende Industriekaufleute in verschiedenen Aufgabenbereichen geschult. Dazu gehören das Vergleichen von Angeboten, das Führen von Verhandlungen, die Abwicklung von Aufträgen, der Einkauf von Materialien, die Buchhaltung und die Planung des Personaleinsatzes.

Nach der Ausbildung eröffnen sich vielfältige Möglichkeiten. Als Industriekaufmann oder -frau übernehmen sie kaufmännisch-betriebswirtschaftliche Verantwortungsbereiche wie die Materialwirtschaft, den Vertrieb, das Marketing, das Personalwesen sowie das Finanz- und Rechnungswesen. Von der Auftragsannahme bis zum Verkauf der Produkte oder Dienstleistungen können sie in unterschiedlichen Unternehmensbereichen eingesetzt werden.

Im Bereich Materialwirtschaft sorgen sie für einen reibungslosen Ablauf, indem sie Waren einkaufen, lagern und termingerecht für die Produktion bereitstellen. Hierbei schreiben sie Bestellungen und nehmen gegebenenfalls Warenreklamationen vor. Eine wichtige Aufgabe besteht darin, Einkaufsverhandlungen fachgerecht durchzuführen, indem sie Angebote einholen und miteinander vergleichen. In der Personalwirtschaft erstellen sie Personalstatistiken, erarbeiten Stellenpläne, ermitteln den Personalbedarf und führen Personalakten. Sie kümmern sich um die Erstellung von Arbeitsverträgen und die Durchführung von Lohn- und Gehaltsabrechnungen. Im Vertrieb übernehmen sie die Verantwortung für Verkaufsverhandlungen und die Betreuung der Kunden.

Inhalte der dreijährigen Ausbildung

Während der dreijährigen Ausbildung zum Industriekaufmann oder zur Industriekauffrau erlernen die Auszubildenden verschiedene Fähigkeiten und Kenntnisse. Dazu gehört das Ermitteln des Bedarfs an Produkten und Dienstleistungen, das Erfassen und Überwachen von Kosten, die Organisation der Personalverwaltung und die Nutzung von Instrumenten der Personalbeschaffung und -auswahl. Des Weiteren werden sie in der Führung von Bestands- und Erfolgskonten geschult und lernen den Zahlungsverkehr zu bearbeiten. Die Planung, Steuerung und Kontrolle von Absatzprozessen sowie die Handhabung von Service-, Kundendienst- und Garantieleistungen sind ebenfalls Bestandteile der Ausbildung. Diese Ausbildung erfolgt dual, das heißt, sie findet sowohl im Ausbildungsunternehmen als auch in der Berufsschule statt.

Wichtige Fähigkeiten und Talente für angehende Industriekaufleute

  • Um die Ausbildung erfolgreich zu absolvieren, sind folgende Fähigkeiten und Talente von Vorteil:
  • Realschulabschluss oder Abitur
  • Gute Noten in Mathematik, Deutsch, Englisch und Wirtschaft
  • Spaß an organisatorischen Aufgaben und Geschick in deren Umsetzung
  • Interesse an wirtschaftlichen Zusammenhängen
  • Freude an kundenorientierter Arbeit
  • Sicherer Umgang mit Daten und Zahlen
  • Verhandlungsgeschick und Kommunikationsfähigkeit
  • Weiterbildungsmöglichkeiten für Industriekaufleute

Vielfältige Weiterbildungsmöglichkeiten

Die Ausbildung zum Industriekaufmann oder zur Industriekauffrau ist nur der Anfang einer erfolgreichen beruflichen Laufbahn. Um beruflich voranzukommen und fachlich auf dem neuesten Stand zu bleiben, sind Weiterbildungen essentiell. Einige Weiterbildungsmöglichkeiten im Überblick:

  • Industriefachwirt: Die Prüfung zum Industriefachwirt eröffnet Fach- und Führungsaufgaben in verschiedenen Bereichen wie Einkauf, Produktion, Marketing oder Vertrieb.
  • Geprüfter Industriebetriebswirt: Diese Weiterbildung qualifiziert für Fach- und Führungsaufgaben in Industrieunternehmen und erweitert das Wissen in betriebswirtschaftlichen Belangen.
  • Studium: Ein Studium beispielsweise in den Fächern Industriebetriebswirtschaft, Betriebswirtschaftslehre (BWL) oder Wirtschaftswissenschaften bietet vertiefende Kenntnisse und eröffnet weitere Karrieremöglichkeiten.